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Klaustrophobie: Definition

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (20. Juni 2013)

Eine Klaustrophobie ist eine Angsterkrankung, bei welcher die unangemessene Angst vor engen und geschlossenen Räumen im Mittelpunkt steht. Manche Klaustrophobiker haben auch Angst vor (größeren) Räumen, in denen sich sehr viele Menschen dicht an dicht aufhalten und in denen die Raumluft schlecht ist, sodass ein Gefühl der Enge entstehen kann. Der Name Klaustrophobie leitet sich vom lateinischen Begriff claustrum (= Verschluss, Käfig) und dem griechischen phobos (= Furcht, Angst) ab.

Zu typischen Situationen, die einem Klaustrophobiker Angst machen können, zählen zum Beispiel:

  • der Aufenthalt im Fahrstuhl
  • die Untersuchung in einem Magnetresonanztomographen (MRT)
  • der Aufenthalt im vollen Kaufhaus
  • der Aufenthalt in Verkehrsmitteln wie Flugzeug oder U-Bahn
  • der Aufenthalt in überfüllten Räumen, z.B. in der Disco oder im Kino

Eine Klaustrophobie zählt zu den spezifischen Phobien. Eine spezifische Phobie ist eine unangemessen starke Angst vor ganz bestimmten Objekten oder Situationen, so zum Beispiel vor Hunden, Blut, Spinnen – oder eben geschlossenen / engen Räumen, wie es bei der Klaustrophobie der Fall ist. Spezifische Phobien wie eine Klaustrophobie sind weit verbreitet.

Klaustrophobien können zudem auch im Rahmen einer Agoraphobie auftreten. Menschen mit Agoraphobie befürchten, an bestimmten Orten beziehungsweise in bestimmten Situationen während einer möglichen Panikattacke keine Fluchtmöglichkeit zu haben oder sie haben Angst, im Notfall keine Hilfe zu bekommen. Die Ängste treten beispielsweise in Menschenmengen, auf öffentlichen Plätzen oder auf Reisen auf – sie können jedoch auch enge Räume betreffen, sodass klaustrophobische Ängste auch zum Bild einer Agoraphobie zählen können.

Das Bild zeigt wie eine Patientin von einem Pfleger ins MRT geschoben wird.

Problem für manche Phobiker: ein Magnetresonanztomograph

Im Volksmund verwenden manche Menschen auch den Begriff Platzangst, wenn sie Klaustrophobie meinen. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht korrekt – denn eine Klaustrophobie ist genau das Gegenteil von einer Platzangst, also der Angst vor weiten Plätzen. Vielmehr treten bei Klaustrophobikern Ängste auf, wenn sie sich in enge, geschlossene Räume begeben müssen, so zum Beispiel in einen Fahrstuhl. Somit könnte man eine Klaustrophobie eher als Raumangst bezeichnen.

Angst im Magnetresonanztomographen
Für Menschen mit Klaustrophobie gleicht eine Untersuchung in einem geschlossenen Magnetresonanztomographen (MRT) einem Albtraum: Minutenlang – oft sogar länger als eine halbe Stunde – müssen sie in der engen Röhre verharren. Viele Klaustrophobiker brechen die Untersuchung ab oder schaffen es nur mit Medikamenten, ihre Angst zu überwinden. Abhilfe kann ein offener Magnetresonanztomograph schaffen: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die meisten Betroffenen deutlich weniger Angst verspüren, wenn das Gerät seitlich offen ist. Daher fordern die Forscher, die Qualität der Geräte weiter zu verbessern und die halb offenen Geräte den geschlossenen vorzuziehen.






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