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Kinderlähmung (Poliomyelitis)

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(Stand: 28. Februar 2009)

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Die Kinderlähmung (Poliomyelitis) ist eine hoch ansteckende, durch Polioviren (Typ I, II und III) übertragene Infektionskrankheit. Sie kann zu bleibenden Lähmungen und zum Tod führen.

Durch die vorbeugende Impfung ist die Kinderlähmung in den Industrieländern seit etwa 1960 selten geworden. Allerdings nimmt die Durchimpfung in der Gesellschaft heutzutage wieder ab. Damit aus den Impflücken keine Gefahr einer neuen Polio-Endemie in Europa entsteht, ist es wichtig, dass Kinder wie Erwachsene kontinuierlich über einen Impfschutz verfügen.

Die Kinderlähmung verläuft in mehr als 95 Prozent der Fälle unbemerkt beziehungsweise ohne Symptome. In selteneren Fällen beginnt sie mit unspezifischen Beschwerden, die meist nach etwa 14 Tagen abklingen. In wenigen Fällen (etwa ein Prozent) kommt es in der Folge zu Lähmungserscheinungen oder zur Gehirnhautentzündung (Meningitis), die mangels adäquater Medikamente nur symptomatisch behandelt werden können und meist bleibende Schäden hinterlassen. Die Diagnose der Kinderlähmung erfolgt durch Virus-Isolierung aus Stuhl, Gehirnflüssigkeit (Liquor) oder Rachensekret.

Weiterlesen: Kinderlähmung: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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