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Kieferzysten

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Dezember 2014)

© Jupiterimages/Stockbyte

Kieferzysten sind Hohlräume im Ober- oder Unterkiefer, die durch Entzündungen oder Entwicklungsstörungen entstanden sind. Kieferzysten zählen zu den häufigen Erkrankungen im Mundraum. Oft sind Männer mittleren Alters betroffen.

Zysten bilden sich im Knochen oder im umliegenden Weichteilgewebe. Sie sind von einer Bindegewebskapsel umgeben und mit breiigem oder flüssigem Inhalt gefüllt. Mediziner unterscheiden mehrere Arten von Kieferzysten – je nachdem, woraus und wie die Zyste entstanden ist. Häufigste Formen sind die follikuläre Kieferzyste, die aus fehlentwickeltem Zahngewebe entstammt, und die entzündlich-bedingte radikuläre Kieferzyste.

Meist verursachen Kieferzysten keinerlei Beschwerden. Erst wenn sie nach und nach größer werden, können sie Druck auf benachbartes Gewebe ausüben, sodass zum Beispiel Schmerzen, Schäden oder auch ein Taubheitsgefühl entstehen.

Da offensichtliche Symptome selten sind, werden Kieferzysten oft zufällig auf Röntgenaufnahmen entdeckt. Wenn Kieferzysten eine bestimmte Größe erreichen, kann sie der Betroffene oder der Zahnarzt als markante Vorwölbung des Knochens erstasten. Um was für eine Kieferzyste es sich genau handelt, lässt sich dadurch noch nicht eindeutig bestimmen. Bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) oder eine Ultraschalluntersuchung können dazu Hinweise liefern. Letztendlich klärt sich diese Frage aber erst dann, wenn ein Gewebespezialist entnommenes Zystengewebe mikroskopisch untersucht.

Die Therapie besteht in der operativen Entfernung der Kieferzyste (Zystektomie). In manchen Fällen kann auch eine sogenannte Zystostomie sinnvoll sein. Dabei schneidet der Kieferchirurg die Kieferzyste nicht komplett heraus, sondern nur ein, damit der Inhalt abfließen kann und die Zyste ausheilt. Dieser kleinere Eingriff bietet sich zum Beispiel bei geschwächten Patienten an.

Vorbeuge-Maßnahmen gibt es bei Kieferzysten nicht. Bei Kiefer- oder Zahnschmerzen sollten Sie generell Ihren Zahnarzt aufsuchen, damit er abklären kann, was zu den Symptomen führt. Auch ohne Beschwerden sollten Sie regelmäßig Ihr Gebiss beim Zahnarzt kontrollieren lassen.

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