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Keuchhusten (Pertussis)

Keuchhusten (Pertussis): Vorbeugen

Stand: 3. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Keuchhusten (Pertussis) können Sie wirksam nur mit einer Schutzimpfung vorbeugen. Außerdem sollten Sie Kontakt zu infizierten Personen meiden, um die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu verringern.

Schutzimpfung

Um gegen Keuchhusten geschützt zu sein, ist zunächst eine sogenannte Grundimmunisierung nötig, welche aus mehreren Impfdurchgängen besteht.

In der Regel kombiniert der Arzt die Impfung sowie die Auffrischungen mit einer Impfung gegen Tetanus und Diphtherie.

  • 1. - 3. Impfung: Die ersten drei Keuchhustenimpfungen sollten im Alter von 2, 3 und 4 Monaten erfolgen.
  • 4. Impfung: Zur vollständigen Grundimmunisierung wird im Alter von 11 bis 14 Monaten eine weitere Impfung notwendig.
  • 1. Auffrischung im Alter von 5 bis 6 Jahren.
  • 2. Auffrischung im Alter von 9 bis 17 Jahren.

Besondere Empfehlungen gelten vor der Geburt eines Kindes und für Frauen im gebärfähigen Alter: Enge Haushaltskontaktpersonen (Eltern, Geschwister) und Betreuer (zum Beispiel Tagesmutter, Großeltern, Babysitter) eines Neugeborenen und einer Schwangeren sollten 4 Wochen vor Geburt des Kindes eine Dosis Pertussis-Impfstoff erhalten, sofern sie in den letzten zehn Jahren nicht gegen Pertussis geimpft worden sind. Eine Mutter, die vor der Empfängnis keine Auffrischung erhalten hat, sollte bevorzugt in den ersten Tagen nach der Geburt des Kindes geimpft werden.

Außerdem sollte Personal im Gesundheitsdienst sowie in Gemeinschaftseinrichtungen eine Dosis Pertussis-Impfstoff erhalten, wenn in den letzten zehn Jahren keine Impfung gegen Keuchhusten stattgefunden hat.

Neben diesem speziellen Personenkreis empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts, Berlin, für alle Erwachsenen einmalig die nächste fällige Impfung gegen Tetanus und Diphterie als eine Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis vorzunehmen (Tdap-Impfung). Eine solche Auffrischung ist wichtig, da der Impfschutz mit der Zeit nachlässt.

Wann immer bei Erwachsenen eine Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie ansteht (auch im Verletzungsfall), sollte dies Anlass sein, über eine kombinierte Pertussis-Auffrischung nachzudenken.

Weiterlesen: Keuchhusten (Pertussis): Weitere Informationen

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