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Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom)

Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom): Therapie

Stand: 27. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Für die Kehlkopfkrebs-Therapie stehen verschiedene Operationsverfahren und die Strahlentherapie, die oft auch mit einer Chemotherapie kombiniert wird, zur Verfügung. Welches Verfahren angewandt wird, richtet sich bei dieser Krebsart, die auch Larynxkarzinom genannt wird, nach der Lokalisation, Ausdehnung und Größe des Tumors. In den letzten Jahren wurden die Operationstechniken ständig verbessert und durch den Einsatz von CO2 (Kohlendioxid)-Lasern ergänzt. Bei fortgeschrittenen Tumoren behandeln die Ärzte den Kehlkopfkrebs auch mit einer kombinierten Therapie aus beiden Verfahren.

Operative Verfahren

Je nachdem, wo und wie groß der Tumor ist, entscheiden die behandelnden Chirurgen wie sie den Kehlkopfkrebs operieren.. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Wenn nur ein relativ kleiner Kehlkopfkrebs – beispielsweise auf die Stimmlippen begrenzt – vorliegt, trennt der Arzt das bösartige Gewebe mikrochirurgisch oder mittels Laserbehandlung ab. Wie bei der Spiegelung des Kehlkopfs gelangt der Operateur über den Mund-Rachen-Raum an den Tumor. Auch Teilresektionen, das heißt die Entfernung bestimmter Anteile des Kehlkopfs, sind möglich. Auf diese Weise kann sowohl die Stimme als auch eine normale Atmung erhalten bleiben.

Ausgedehntere Kehlkopfkarzinome bedürfen häufig einer Laryngektomie, das heißt einer Entfernung des gesamten Kehlkopfs. Diese Operation führt zu erheblichen Einschränkungen. Durch den Verlust des Kehlkopfs wird eine künstliche Trennung von Atemwegen (Mund-Nasen-Raum) und Luftwegen (Luftröhre und Lunge) notwendig, um zu verhindern, dass Nahrung in die Luftwege eindringt. Um die Atemfunktion zu erhalten, legt der Arzt ein Tracheostoma an – also einen dauerhaften Luftröhrenschnitt am Hals.

Neben der Entfernung des Tumors müssen ab einem bestimmten Tumorstadium von Kehlkopfkrebs auch die Halslymphknoten entfernt werden, da sich die Tumorzellen hier absiedeln. Dieses Verfahren wird als "Neck dissection" bezeichnet, eine radikale Entfernung der Lymphknoten auf einer beziehungsweise auf beiden Seiten des Halses.

Je nach Ausmaß des chirurgischen Eingriffs ist die Stimmbildung gestört – fehlt zum Beispiel nach der Operation der gesamte Kehlkopf, verliert der Erkrankte die Fähigkeit zu sprechen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Sprechfähigkeit wieder herzustellen. Betroffene benötigen einen Ersatz für das fehlende Stimmbildungsorgan. Eine Möglichkeit ist, eine sogenannte Ösophagus-Ersatzstimme zu erlernen. Hierbei müssen die Patienten die Speiseröhre (Ösophagus) zur Stimmbildung einsetzen. Die Betroffenen müssen viel Geduld aufbringen, um diese Ersatzsprache zu erlernen, bei der durch Anspannung bestimmter Muskeln die geschluckte Luft durch die Speiseröhre nach oben bewegt wird, um so Töne erzeugen zu können. Eine Alternative sind elektronische Sprechhilfen. Hierbei wird ein Gerät, welches Vibrationen auf die Weichteile überträgt, auf den Mundboden angesetzt. Die in Schwingungen versetzte Luft im Rachenraum erzeugt dann eine mechanische Stimme.

Weiterlesen: Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom): Therapie – Strahlentherapie

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