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Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. März 2015)

Für die Kehlkopfkrebs-Therapie stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. Auch die Strahlentherapie kommt häufig zum Einsatz. Diese wird oft auch mit einer Chemotherapie kombiniert.

Welches Verfahren am sinnvollsten ist, richtet sich beim Kehlkopfkrebs nach dessen Lokalisation, Ausdehnung und Größe.

In den letzten Jahren wurden die Operationstechniken ständig verbessert und um den Einsatz von CO2 (Kohlendioxid)-Lasern ergänzt. Bei fortgeschrittenen Tumoren behandeln die Ärzte den Kehlkopfkrebs auch mit einer kombinierten Therapie aus verschiedenen Verfahren.

Operative Verfahren

Je nachdem, wo und wie groß der Tumor ist, entscheiden die behandelnden Chirurgen, wie sie den Kehlkopfkrebs operieren. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Wenn nur ein relativ kleiner Kehlkopfkrebs vorliegt, beispielsweise auf die Stimmlippen begrenzt, trennt der Arzt das bösartige Gewebe mikrochirurgisch oder mittels Laserbehandlung ab. Wie bei der Spiegelung des Kehlkopfs gelangt der Operateur über den Mund-Rachen-Raum an den Tumor. Auch Teilresektionen, das heißt die Entfernung bestimmter Anteile des Kehlkopfs, sind möglich. Auf diese Weise kann sowohl die Stimme als auch eine normale Atmung erhalten bleiben.

Ausgedehntere Kehlkopfkarzinome bedürfen häufig einer Laryngektomie. Dabei entfernt der Arzt den gesamten Kehlkopf. Diese Operation führt zu erheblichen Einschränkungen. Durch den Verlust des Kehlkopfs wird eine künstliche Trennung von Atemwegen (Mund-Nasen-Raum) und Luftwegen (Luftröhre und Lunge) notwendig, um zu verhindern, dass Nahrung beim Essen in die Luftwege eindringt. Zu diesem Zweck verwenden Ärzte häufig Muskelgewebe, das sie meist am Körper des Patienten entnehmen, zum Beispiel vom Unterarm, vom Brustmuskel oder von der Flanke. Um die Atemfunktion zu erhalten, legt der Arzt ein Tracheostoma an – also einen dauerhaften Luftröhrenschnitt am Hals.

Zusätzlich müssen ab einem bestimmten Tumorstadium von Kehlkopfkrebs auch die Halslymphknoten entfernt werden, da sich die Tumorzellen hier ansiedeln. Die vollständige Entfernung der Lymphknoten auf einer beziehungsweise auf beiden Seiten des Halses nennen Ärzte auch "Neck dissection".

Je nach Ausmaß des chirurgischen Eingriffs ist die Stimmbildung gestört – entfernen die Ärzte bei der Operation zum Beispiel den gesamten Kehlkopf, verliert der Erkrankte die Fähigkeit zu sprechen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Sprechfähigkeit wiederherzustellen. Betroffene benötigen einen Ersatz für das fehlende Stimmbildungsorgan. Eine Möglichkeit ist, eine sogenannte Ösophagus-Ersatzstimme zu erlernen. Hierbei müssen die Patienten die Speiseröhre (Ösophagus) zur Stimmbildung einsetzen. Die Betroffenen benötigen viel Geduld, um diese Ersatzsprache zu erlernen, bei der durch Anspannung bestimmter Muskeln die geschluckte Luft durch die Speiseröhre nach oben bewegt wird, um so Töne erzeugen zu können.

Eine Alternative sind elektronische Sprechhilfen. Hierbei wird ein Gerät, welches Vibrationen auf die Weichteile überträgt, von außen am Mundboden angesetzt. Die in Schwingungen versetzte Luft im Rachenraum erzeugt dann eine mechanische Stimme.

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