Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. März 2015)

Auch beim Kehlkopfkrebs ist es wichtig, die Diagnose so früh wie möglich zu stellen. Jede länger als zwei Wochen anhaltende Heiserkeit kann ein erstes Anzeichen für Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) sein – und sollte Betroffene dazu veranlassen, ihren Hausarzt oder einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen. Er kann die Ursachen für die heisere Stimme schnell herausfinden. Er erkundigt sich dazu zunächst nach den Beschwerden, möglichen Risikofaktoren (z.B. nach Nikotin- und Alkoholkonsum) sowie nach bestehenden Erkrankungen.

Um bei Verdacht auf Kehlkopfkrebs die Diagnose sichern zu können, muss der Arzt mehrere Untersuchungen durchführen. Zunächst tastet er den Hals ab. Danach erfolgen speziellere Untersuchungsverfahren wie eine Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie). Zu diesen Verfahren gehört auch die sogenannte Lupenlaryngoskopie, bei der ein Endoskop mit einer 90 Grad-Weitwinkeloptik verwendet wird. Da bei dieser Untersuchung ein leichter Würgereiz entsteht, wenn das Gerät die empfindliche Schleimhaut im Rachen berührt, kann sie auch mit einer örtlichen Betäubung durchgeführt werden, die der Arzt zuvor auf die Rachenwand sprüht.

Sollte die Betrachtung des Kehlkopfs einen Befund ergeben, der nicht eindeutig ist, kann der Arzt während der Spiegelung eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen. Die Gewebeprobe wird feingeweblich mit einem Mikroskop auf bösartige Zellen untersucht (Histologie) – liegen sie vor, ist die Kehlkopfkrebs-Diagnose sicher. Es gilt nun, die Tumorausdehnung und einen möglichen Befall der Halslymphknoten mit modernen bildgebenden Verfahren wie der Computertomographie (CT) oder der Magnetresonanztomographie (MRT) zu beurteilen.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst