Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. März 2015)

Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) ist eine bösartige Tumorerkrankung des Kehlkopfs (Larynx) und gehört zu den Tumoren der oberen Luft- und Speisewege.

Man kann ein Larynxkarzinom auch in die große Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren einordnen. Kehlkopfkrebs ist relativ selten: Nur etwa 8 von 1000 Krebspatienten erhalten die Diagnose Larynxkarzinom. Im Bereich des Halses ist Kehlkopfkrebs jedoch der häufigste bösartige Tumor.

Männer sind fünf- bis sechsmal häufiger als Frauen von Kehlkopfkrebs betroffen. Im Mittel erkranken die meisten Männer im Alter von 63 Jahren, Frauen im Alter von 66 Jahren an einem Larynxkarzinom.

Anatomie

Der Kehlkopf (Larynx) ist der oberste Abschnitt der Luftröhre. Er besteht aus einem Gerüst von mehreren Knorpelplatten, die durch Bänder und Muskeln miteinander verbunden sind.

Eine Knorpelplatte, die sogenannte Epiglottis, kann den Eingang zum Kehlkopf verschließen und wird deshalb auch Kehldeckel genannt. Sie sorgt dafür, dass beim Schlucken keine Speisen in die Luftwege eindringen können und man sich daran "verschluckt". Der aus den Stimmbändern bestehende Teil des Kehlkopfs wird als Glottis bezeichnet.

Schematischer Aufbau der Kehle. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Schematischer Aufbau der Kehle. Zum Vergrößern bitte anklicken.


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