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Kehlkopfentzündung (Laryngitis)

Kehlkopfentzündung (Laryngitis): Diagnose

Stand: 11. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Verdacht auf eine Kehlkopfentzündung (Laryngitis) beurteilt der Arzt zur Diagnose zunächst die typischen Beschwerden. Ob tatsächlich eine Kehlkopfentzündung vorliegt oder andere Erkrankungen die Beschwerden hervorrufen, findet der Arzt mithilfe der Kehlkopfspiegelung – der Laryngoskopie – eindeutig heraus.

Laryngoskopie (Kehlkopfspiegelung)

Es gibt zwei Arten der Laryngoskopie:

  • die indirekte Kehlkopfspiegelung und
  • die direkte Kehlkopfspiegelung.

Bei der indirekten Laryngoskopie zieht der Arzt vorsichtig die Zunge des Betroffenen vor und schiebt einen kleinen Spiegel oder ein Endoskop bis zum Gaumenzäpfchen (Uvula) beziehungsweise zur Rachenhinterwand. Er schaut dann von oben auf den Kehlkopf. Bei der direkten Laryngoskopie (der Mikrolaryngoskopie oder Autoskopie) führt er das Endoskop bis zum Kehlkopf oder in den Kehlkopf hinein, was es ihm ermöglicht, auch die Innenschleimhaut des Kehlkopfes zu sehen. Diese Untersuchung findet unter Narkose statt.

Während der Laryngoskopie achtet der HNO-Arzt vor allem auf Veränderungen der Kehlkopfschleimhaut und der Stimmlippen sowie deren Beweglichkeit. Anhand dieser Kriterien stellt er eine genaue Diagnose, schließt andere Erkrankungen, zum Beispiel eine Tuberkulose, aus und wählt eine passende Therapie.

Je nachdem, ob eine akute oder chronische Kehlkopfentzündung besteht, sieht der Arzt während der Kehlkopfspiegelung unterschiedliche Befunde. Bei einer akuten Kehlkopfentzündung blickt er auf gleichmäßig gerötete Stimmlippen. Meist sind sie geschwollen oder verdickt und die Gefäßzeichnung ist sichtbar. Oft befindet sich auf den Stimmlippen Fibrin (ein Eiweiß, das der Blutgerinnung dient) oder zäher Schleim, in schweren Fällen auch weißer oder eitriger Belag. Die gesamte Kehlkopfschleimhaut kann betroffen sein und diese Anzeichen ebenfalls aufweisen. Die Beweglichkeit der Lippen ist jedoch nicht eingeschränkt.

Bei einer chronischen Kehlkopfentzündung sieht der Arzt bei der Laryngoskopie blassrötliche bis gerötete, verdickte Stimmlippen. Sie sind entweder schleimbedeckt oder auffallend trocken und uneben, ihre Beweglichkeit ist nicht eingeschränkt. Auch hier kann die gesamte Kehlkopfschleimhaut gerötet und aufgelockert aussehen.

Im Einzelfall wird der HNO-Arzt zusätzlich die Nase und den Nasenrachenraum endoskopisch untersuchen, die Nasennebenhöhlen röntgen oder die Viruskonzentration (Virustiter) bestimmen lassen, um zu einer aussagekräftigen Diagnose zu gelangen und um die Ursache der Kehlkopfentzündung festzustellen.

Dauert die Heiserkeit trotz Behandlung länger als drei bis vier Wochen an, entnimmt der HNO-Arzt unter Umständen während einer direkten Laryngoskopie eine Gewebeprobe der Kehlkopfschleimhaut und lässt sie genau untersuchen.

Weiterlesen: Kehlkopfentzündung (Laryngitis): Therapie

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