Katzenschreisyndrom (Cri-du-Chat-Syndrom): Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Juli 2015)

Einem Katzenschrei-Syndrom (Cri-du-Chat-Syndrom) können Sie nicht vorbeugen. Es sind keine Umwelteinflüsse bekannt, die vor oder während der Schwangerschaft nachweislich an der Entstehung der ursächlichen Mutationen beteiligt sind. Auch das Alter der Mutter ist – anders als bei der Trisomie 21 (Down-Syndrom) – kein Risikofaktor für das Katzenschrei-Syndrom.

Haben Sie schon ein Kind mit Katzenschrei- beziehungsweise Cri-du-Chat-Syndrom, besteht allerdings ein Risiko von 10 bis 30 Prozent, dass Ihr nächstes Kind ebenfalls von dem Syndrom betroffen ist, denn: Weist Ihr Erbgut die verantwortliche Veränderung auf, können Sie das Syndrom an Ihr Kind vererben. Bei einem Kinderwunsch können Sie sich im Hinblick auf dieses Risiko der Vererbung beraten lassen.

Sind Sie bereits schwanger, können die Ärzte das Kind schon vor der Geburt im Rahmen der Pränataldiagnostik auf die Mutation untersuchen. Wenn sich hierbei zeigt, dass Ihr Kind vom Katzenschrei-Syndrom betroffen ist, können Sie sich aus medizinischen Gründen für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. In dem Fall kann es Ihnen helfen, sich an eine spezielle Selbsthilfe- oder Informationsstelle zu wenden.


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst