Katzenschreisyndrom (Cri-du-Chat-Syndrom): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Juli 2015)

Beim Katzenschrei-Syndrom (Cri-du-Chat-Syndrom) ist der Verlauf der geistigen und körperlichen Entwicklung typischerweise stark verzögert und Betroffene haben Probleme mit der Grob- und Feinmotorik.

So lernen die betroffenen Kinder das Gehen wesentlich später als ihre gesunden Altersgenossen – durchschnittlich können sie erst im Alter von etwa zwei Jahren aufrecht stehen und mit drei bis vier Jahren laufen. Welche weiteren Fortschritte Kinder mit Katzenschrei-Syndrom machen, ist individuell sehr unterschiedlich: Manche Kinder können sich beispielsweise recht bald selber an- und ausziehen, während andere diese Fertigkeit gar nicht erwerben. Die meisten Menschen mit Cri-du-Chat-Syndrom zeigen noch als Erwachsene Unsicherheiten beim Gehen und bei der Koordination von Bewegungen.

Frühe und konsequente Förderungsmaßnahmen können das Katzenschrei-Syndrom in seinem Verlauf aber günstig beeinflussen: Hierzu zählen eine frühe geistige und körperliche Förderung (u.a. auch eine logopädische Betreuung) sowie eine individuell zugeschnittene, lebenslange Physiotherapie und Ergotherapie. Auch über das Kindesalter hinaus sind verschiedene Fördermaßnahmen und zusätzliches berufsbildendes Training beim Katzenschrei-Syndrom von großem Nutzen.

Dennoch bleiben Fähigkeiten und Leistung der Menschen mit Katzenschrei-Syndrom meist begrenzt und ihr Verhalten auffällig. Im Laufe ihres Lebens sind die Betroffenen aufgrund ihrer Behinderung in der Regel auf Betreuung beziehungsweise Unterstützung angewiesen, wobei Art und Umfang variieren. Allerdings wirken sich die Behinderungen und sonstigen gesundheitlichen Probleme durch das Katzenschrei-Syndrom bei den meisten betroffenen Kindern nicht negativ auf die Lebenserwartung aus.


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