Katzenschreisyndrom (Cri-du-Chat-Syndrom): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Juli 2015)

Der Begriff Katzenschrei-Syndrom oder Cri-du-Chat-Syndrom bezeichnet eine Erbkrankheit, die durch eine bestimmte Veränderung am Erbgut (sog. Mutation) entsteht. Weitere Bezeichnungen sind 5p-Syndrom (aufgrund der Veränderung am Chromosom 5) und Lejeune-Syndrom – nach dem französischen Kinderarzt Jérôme Lejeune, der das Katzenschrei-Syndrom im Jahr 1963 als Erster beschrieb.

Die von Lejeune gewählte Bezeichnung Katzenschrei- beziehungsweise Cri-du-Chat-Syndrom geht auf das katzenartige Schreien der betroffenen Kinder im Säuglingsalter zurück (franz.: cri du chat = Katzenschrei). Bedingt ist dieses kennzeichnende Schreien durch eine mit dem Katzenschrei-Syndrom einhergehende Fehlbildung am Kehlkopf.

Mit einem Fall unter 50.000 Lebendgeburten ist das Katzenschrei-Syndrom relativ selten. Es betrifft vorwiegend Mädchen.


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