Karzinoid (neuroendokriner Tumor): Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. April 2014)

Anfangs verursacht ein Karzinoid (neuroendokriner Tumor) oft keine Symptome: Etwa jedes zweite Karzinoid bildet keine Hormone, die sich im Labor nachweisen lassen oder durch die es zu Beschwerden kommt. Bei einem solchen neuroendokrinen Tumor treten die ersten Symptome erst dann auf, wenn er durch sein Wachstum beziehungsweise seine Ausbreitung im Körper benachbarte Gewebe oder Organe verdrängt.

Wie die von einem solchen Karzinoid hervorgerufenen Symptome im Einzelnen aussehen, hängt zum einen von seiner Lage ab: Ein großes neuroendokrines Karzinom im Bauchraum ist mit Beschwerden wie:

Ein neuroendokriner Tumor im Brustraum (im Bereich der Lunge) kann sich durch Symptome bemerkmar machen wie:

Ein funktionell aktiver neuroendokriner Tumor dagegen setzt in größerer Menge Hormone oder hormonähnliche Botenstoffe ins Blut frei. Je nachdem, welche Hormone das sind, löst das Karzinoid unterschiedliche Symptome aus: Bei überschießender Insulinproduktion tritt häufig Unterzuckerung (Hypoglykämie) auf, was sich bei Betroffenen durch blasse, schweißige Haut und Zittrigkeit äußert. Fällt der Blutzucker stark ab, kann es auch zur Ohnmacht kommen.

Produziert das Karzinoid hingegen vermehrt Gastrin, entstehen Symptome wie Sodbrennen und wiederholt Magengeschwüre und Dünndarmgeschwüre (Zollinger-Ellison-Syndrom). Bildet der neuroendokrine Tumor das Hormon VIP (vasointestinales Peptid), entsteht chronischer Durchfall (Verner-Morrison-Syndrom).

Ein Karzinoid, das sich im mittleren Abschnitt des Dünndarms befindet, setzt häufig Botenstoffe des Nervensystems (wie Serotonin) frei. Ein solcher neuroendokriner Tumor führt – vor allem wenn er bereits in die Leber oder in andere Organe gestreut hat – zum sogenannten Karzinoid-Syndrom. Typische Symptome hierfür sind:

Die Symptome des Karzinoid-Syndroms können einzeln oder gemeinsam auftreten.


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