Karzinoid (neuroendokriner Tumor): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. April 2014)

Bei einem Karzinoid (neuroendokriner Tumor, neuroendokrines Karzinom) erfolgt die Diagnose oft recht spät, da hinweisende Symptome zunächst häufig fehlen. Bildet das Karzinoid Hormone oder Botenstoffe im Übermaß, können die daraus entstehenden Beschwerden allerdings früher zur Verdachtsdiagnose führen. Einige der Stoffe oder ihre Abbauprodukte kann der Arzt dann mithilfe von Blut- und Urinuntersuchungen nachweisen. Neuroendokrine Tumoren, die keine Hormone produzieren, sondern häufig einen speziellen Tumormarker (Chromogranin A) ab. Chromogranin A lässt sich im Blut nachweisen.

Bei Verdacht auf ein Karzinoid kommen zur Diagnose folgende bildgebende Verfahren zum Einsatz:

Bei einem Karzinoid, welches das Hormon Gastrin bildet (sog. Gastrinom), ist zur Diagnostik außerdem die sogenannte Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie geeignet: Auf der Zelloberfläche von Gastrinomen befinden sich Bindungsstellen für den Botenstoff Somatostatin. Durch die Untersuchung kann der Arzt Zellen eines solchen neuroendokrinen Tumors im gesamten Körper auffinden.


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