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Karies: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. März 2016)

Karies ist ein "multifaktorieller" Prozess. Das bedeutet, in der Regel ist nicht ein einzelner Faktor für Karies verantwortlich, sondern es gibt mehrere Ursachen. Folgende Faktoren sind an der Entstehung von Karies beteiligt:

  • Bakterien vergären Kohlenhydrate aus der Nahrung zu Säuren, die den Zahnschmelz angreifen
  • zuckerhaltige Nahrung bietet den Kariesbakterien daher eine gute Lebensgrundlage
  • mangelnde Zahnpflege begünstigt die Bakterienansiedlung und -vermehrung sowie die Bildung von Zahnbelag (Plaque)

Bakterien können aneinander binden und als klebrige Substanz an den Zähnen haften – Zahnbelag entsteht. Wenn zuckerhaltige Speisen längere Zeit auf bakterienbesiedelten Zähnen kleben, begünstigt dies die Entstehung von Karies, denn die Bakterien können sich dann rasch vermehren. Die Säuren, die die Bakterien bilden, greifen nach und nach den Zahnschmelz an. Die Folge: Bakterien können leicht in den Zahn eindringen.

Die Menge und Zusammensetzung des Speichels sind weitere Faktoren, die die Kariesausbreitung beeinflussen: Der Speichel weicht die Speisen auf und sorgt so für einen verbesserten Abtransport der Nahrungsreste. Die Bestandteile des Speichels neutralisieren zudem Säuren im Mund, wirken antibakteriell und fördern die Remineralisierung der Zähne. Der Speichel kann also den Zahnschmelz ein Stück weit schützen – aber nur bis zu einem gewissen Grad: Ist der Zahnschmelz zu viel Säure ausgesetzt, kann dies zu Karies führen. 

Tipp: Wer nach dem Essen keine Möglichkeit hat, die Zähne zu putzen, kann auch auf ein zuckerfreies Kaugummi mit dem Zuckeraustauschstoff Xylit zurückgreifen. Xylit regt die Speichelproduktion an und kann die Säuren, die nach der Nahrungsaufnahme durch die Bakterien im Mund entstehen, teilweise neutralisieren.

Karies ist nicht erblich. Jedoch kann Karies gehäuft in Familien auftreten, deren Mitglieder eine "kariesanfällige" Zahnform haben, zum Beispiel tiefe Zahnfissuren (Zahnfurchen). Auch schlechte Ess- und Zahnpflegegewohnheiten können innerhalb einer Familie gehäuft zu Karies führen. Darüber hinaus können Mütter Kariesbakterien auf ihre Kinder übertragen, etwa wenn sie Schnuller oder Löffel der Kleinen ablecken und später wieder dem Kind zurückgeben.



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