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Karies: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. September 2014)

Der Begriff Karies stammt aus dem Lateinischen ("caries") und bedeutet übersetzt so viel wie "Morschheit" oder "Fäulnis". Kariesbakterien zersetzen Zucker aus der Nahrung zu Säure – es kommt zu chemischen Entkalkungs- und Auflösungsprozessen, welche die Zahnhartsubstanz zerstören.

Die Oberfläche des Zahns ist stetig äußeren Einflüssen ausgesetzt – vor allem der Zahnschmelz im Bereich der Zahnkrone sowie der Wurzelzement im freiliegenden Zahnwurzelbereich. Für die Zahnsubstanz spielen dabei zwei Vorgänge eine wesentliche Rolle:

  • Entmineralisierung durch Säuren im Mundraum und
  • Remineralisierung durch Mineralien, die sich im Zahnschmelz einlagern.

Geraten diese sich abwechselnden dynamischen Vorgänge aus dem Gleichgewicht, zerstört die von den Kariesbakterien gebildete Säure schließlich den gesamten Zahn.

Häufigkeit

Karies ist eine der am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten und tritt in den Industrienationen mit einer großen Häufigkeit auf. In den frühen Phasen der Menschheitsgeschichte spielte Karies kaum eine Rolle. Eine veränderte Ernährungsweise in den industriell weiterentwickelten Ländern führte im 19. Jahrhundert schließlich zu einem starken Anstieg der Kariesrate. Nahezu jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens mindestens einmal Karies.

Die feinere Aufbereitung der Nahrung und ein geringerer Anteil an härteren, abschleifenden (abrasiven) Nahrungsbestandteilen sorgen dafür, dass besonders Kaufläche und Einkerbungen im Zahnrelief (sog. Fissuren oder Grübchen) anfällig für Karies sind. Karies betrifft daneben aber auch die Zahnhalsregion und die Zahnzwischenräume. Heutzutage tritt Karies auch vermehrt beim kindlichen Milchzahngebiss sowie als Zahnwurzelkaries bei Menschen höheren Alters auf.






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