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Invagination, Darmverschluss bei Kleinkindern

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Oktober 2014)

© Jupiterimages/Comstock Images

Eine Invagination ist eine Einstülpung eines Darmabschnitts. Die Ursache ist in den meisten Fällen unbekannt. Durch die Invagination kann der Darminhalt nicht mehr ungehindert passieren und staut sich auf – ein Darmverschluss entsteht (Ileus).

Eine Invagination und ein damit verbundener Darmverschluss tritt vor allem bei Kleinkindern unter drei Jahren auf, insbesondere im ersten Lebensjahr . Der Darmverschluss macht sich dann relativ plötzlich bei bis dahin gesunden Babys bemerkbar.

Die Symptome dieser Einstülpung des Darms sind:

Relativ spät geht bei einem Darmverschluss infolge einer Invagination Blut oder blutiger Schleim ab. Das Kind schreit oder weint häufig aufgrund der Schmerzen und wirkt ängstlich und angespannt.

Liegt ein Darmverschluss vor, muss dieser unverzüglich im nächsten Krankenhaus behandelt werden. Zur Diagnose tastet der Arzt zunächst den Bauch des Kindes vorsichtig ab. Eine Invagination kann er so häufig bereits ertasten. Eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs hilft, die Einstülpung deutlich zu erkennen. Bei unklarer Ursache kann der Arzt auch eine Röntgenaufnahme des Bauchs anfertigen.

Im Frühstadium kann der Arzt die Invagination oft durch einen Einlauf lösen und selten sogar allein durch eine Bauchmassage rückgängig machen. Gelingt dies nicht, ist eine Operation erforderlich, um die Invagination zu beseitigen. Bei dieser legt der Chirurg den eingestülpten Darm in seine ursprüngliche Position zurück.

Bei einem Darmverschluss durch Invagination ist die Verdauung blockiert – Verdauungsbrei staut sich auf und schädigt die Darmwand. Treten Bakterien aus dem Darm in den Bauchraum über, kann sich unter anderem eine lebensgefährliche Bauchfellentzündung (Peritonitis) entwickeln. Auch ist der Dickdarm dafür zuständig, dem Verdauungsbrei Flüssigkeit zu entziehen und ins Blut zu überführen. Beim Darmverschluss kann der Darm diese Aufgabe nicht mehr entsprechend erfüllen – Austrocknung (Exsikkose) und Kreislaufversagen können mögliche Folgen sein.

Ohne eine entsprechende Behandlung kann der Darmverschluss tödlich enden. Ein schnelles Eingreifen bessert jedoch die Prognose deutlich.



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