Invagination, Darmverschluss bei Kleinkindern: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Juni 2016)

Bei einem Darmverschluss bei Kleinkindern, der durch eine Invagination entstanden ist, ist der Verlauf und damit die Prognose meist gut, wenn die Darmeinstülpung rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Bei 5 bis 15 von 100 Patienten tritt die Invagination jedoch erneut auf.

Jedes Therapieverfahren birgt auch Risiken. So besteht etwa bei dem Versuch, die Invagination durch Druck zu lösen, die Gefahr einer Darmperforation (in bis zu 1,4 von 100 Fällen).

Besteht die Invagination über längere Zeit, können Darmschlingen absterben, weil sie nicht mehr ausreichend durchblutet werden. Treten bei einem Darmverschluss bei Kleinkindern Bakterien aus dem Darm in das umliegende Gewebe über, ist eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) eine mögliche Komplikation, die sich auf den Verlauf negativ auswirken kann.

Wie beim Blinddarmdurchbruch verschlechtert sich bei einem Darmverschluss innerhalb kurzer Zeit der Zustand des Kindes. Ohne rechtzeitige Behandlung nimmt ein Darmverschluss bei Kleinkindern einen lebensgefährlichen Verlauf.


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