Invagination, Darmverschluss bei Kleinkindern: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Juni 2016)

Hat eine Einstülpung des Darms (Invagination) zum Darmverschluss geführt, können verschiedene Therapiemaßnahmen zum Einsatz kommen. Zunächst kann der Arzt versuchen, die Invagination von außen zu lösen, also ohne eine Operation. Dabei versucht er, den eingestülpten Darmteil durch Druck wieder in die normale Position zu bringen. Dies kann zum Beispiel mithilfe der sogenannten hydrostatischen Reposition gelingen. Dabei wird eine Kochsalzlösung als Einlauf in den Darm verabreicht. Im günstigen Fall kann sich dadurch der eingestülpte Darm durch den Druck der Flüssigkeit, die für den Einlauf verwendet wird, zurückschieben. Im Ultraschall prüft der Arzt, ob das Verfahren erfolgreich war.

Eine alternative Therapie ist die sogenannte pneumatische Reposition: Dabei wird Luft über ein rektal eingeführtes ein Rohr in den Darm geblasen.  

Gelingt es dem Arzt nicht, die Invagination von außen zu lösen oder ist der Darmverschluss schon weiter fortgeschritten, ist eine Operation notwendig. Nur dadurch kann der Arzt letztlich vermeiden, dass das schlecht durchblutete Darmstück abstirbt. In der Regel muss der Chirurg einen Schnitt durch die Bauchdecke machen und den Darm wieder in seine Ursprungsposition bringen. Unter bestimmten Umständen ist aber auch eine sogenannte Laparoskopie (Bauchspiegelung) möglich, also eine Operation durch eine ganz kleine Öffnung in der Bauchdecke. Meistens bleibt der Darm bei der Operation vollständig erhalten. Ist der Darmverschluss bereits fortgeschritten und der Darm geschädigt, muss der Arzt das eingestülpte Darmstück jedoch entfernen (sog. Darmresektion).



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