Invagination, Darmverschluss bei Kleinkindern: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Juni 2016)

Vermutet der Arzt, dass ein Kleinkind eine Invagination und einen damit verbundenen Darmverschluss hat, der möglicherweise durch eine Invagination entstanden ist, erfragt er zunächst Einzelheiten zur Krankengeschichte (Anamnese). Dabei erkundigt er sich besonders nach dem Verlauf der Symptome und Schmerzen – charakteristisch sind abwechselnd schmerzhafte und schmerzfreie Phasen. Die geschilderten Symptome sind meist typisch und ergeben so bereits den Verdacht auf eine Invagination und einen dadurch verursachten Darmverschluss. Bei der anschließenden körperlichen Untersuchung kann der Arzt das betroffene Darmstück häufig ähnlich einer Walze im Unterbauch ertasten. Zudem kann er zu Beginn des Darmverschlusses beim Abhören in vielen Fällen charakteristische Darmgeräusche hören.

Nach der Austastung des Enddarms über den After zeigt sich oft blutiger Schleim am Untersuchungshandschuh. Außerdem kann der Arzt manchmal die äußerste Spitze des Invaginats – also des eingestülpten Darmstücks – fühlen.

Bei einem Darmverschluss durch Invagination gelingt eine eindeutige Diagnose in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung, nur in seltenen Fällen kommt noch eine Röntgenaufnahme mithilfe eines Kontrastmittels zum Einsatz.


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