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Stand: 28. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Immer mehr Frauen und Männer beschweren sich über das Suchtverhalten ihrer Partner. So klagt eine Frau, die sich unter dem Pseudonym 'Rachel' Ratschläge gegen Internetsucht von Angehörigen holt: 'Mein Mann zerstört mit seiner Sucht nicht nur unsere Ehe. Er hat sich dramatisch verändert.' Das Surfen im Internet wird für immer mehr Menschen zur Droge.
"In Kalifornien (...) opferte ein Mann seine sämtlichen Einkünfte für Online-Dienste und verzichtete dafür sogar auf einen festen Wohnsitz. Nachdem der Obdachlose beim Diebstahl von Batterien verhaftet worden war, sagte er, online zu sein, wäre ihm wichtiger, als ein Dach über dem Kopf zu haben. Im World Wide Web hätte er endlich Freunde gefunden."
Solche und ähnliche Meldungen häufen sich zunehmend. Mittlerweile wird das Problem Internetsucht auch in Deutschland nicht mehr geleugnet: Persönliche Berichte und Hilferufe Betroffener finden immer mehr Beachtung. Dennoch ist man sich vielerorts nicht darüber im Klaren, wie man mit dem Phänomen Onlinesucht umgehen soll.

Nur onlinebegeistert oder internetsüchtig?
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Die Onlinesucht, auch pathologischer (krankhafter) Internetgebrauch genannt, gewinnt immer mehr an Relevanz. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Impulskontrollstörung oder Verhaltenssucht, die aber in diesem Fall noch unzureichend erforscht ist. Internetsucht ist vergleichbar mit krankhaftem Spielen – Betroffenen haben keine ausreichende Selbstkontrolle mehr und verbringend so viel Zeit mit Internetanwendungen, dass ihr Sozialleben und ihr Geisteszustand darunter stark leiden.
Wie genau Ursachen und Wirkung bei Internetsucht zusammenhängen, ist noch weitgehend unbekannt. Auch genaue Zahlen zu Personen, die sich deshalb in Behandlung oder Beratung befinden, liegen nicht vor. Jedoch gelten drei bis sieben Prozent der Internetnutzer als "onlinesüchtig" und etwa noch einmal so viele als stark suchtgefährdet. Im Vordergrund stehen hierbei Onlinespiele, Chats und sexuelle Inhalte.
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