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Internetsucht

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Januar 2015)

© Jupiterimages/Brand X Pictures

Der Begriff Internetsucht, auch Onlinesucht oder pathologischer (krankhafter) Internetgebrauch genannt, beschreibt die exzessive Nutzung des World Wide Web (WWW).

Internetsucht ist vergleichbar mit krankhaftem Spielen – die Betroffenen haben keine ausreichende Selbstkontrolle mehr und verbringen so viel Zeit mit Internetanwendungen, dass ihr Sozialleben und ihr Geisteszustand darunter stark leiden. Die Folgen sind häufig soziale Isolation, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwierigkeiten sowie in schweren Fällen auch eine verzerrte Wahrnehmung der Realität, der Verlust des Arbeitsplatzes und Verarmung.

Eine Internetsucht kann aber auch körperliche Probleme mit sich bringen: Durch die stundenlange Bewegungslosigkeit vor dem PC-Bildschirm verkümmern die Muskeln – Fehlhaltungen können auftreten. Zudem haben internetsüchtige Menschen aufgrund des Bewegungsmangels ein erhöhtes Risiko für Krankheiten und Symptome wie:

Wie genau Ursachen und Wirkung bei Internetsucht zusammenhängen, ist noch weitgehend unbekannt.

Im Vordergrund der Internetsucht stehen Onlinespiele, die Nutzung sozialer Netzwerke und sexuelle Inhalte. Welche Art von internetfähigen Geräten der Internetsüchtige dabei nutzt – Personalcomputer, Spielekonsolen, Smartphones oder Tablet-PCs – spielt keine Rolle.

Man geht davon aus, dass alleine in Deutschland mehr als eine halbe Millionen Bürger internetsüchtig sind. In der Altersgruppe zwischen 14 und 64 Jahren sind etwa 1 Prozent oninesüchtig, 4,6 Prozent haben einen problematischen Internetkonsum.

Die Therapie der Internetsucht sieht vor allem eine Verhaltenstherapie vor. Dabei sollen die Betroffenen lernen, ihre Sucht zu erkennen und Bewältigungsmuster beziehungsweise Problemlösungsstrategien zu entwickeln, damit langfristig ein normaler Gebrauch des Internets möglich ist.

Eine solche Behandlung der Internetsucht sollte frühzeitig beginnen, wenn Betroffene selbst einsehen, dass sie internetsüchtig sind oder Freunde und Angehörige entsprechende Symptome bemerken. Ansonsten kann es sogar zu Entzugserscheinungen kommen, wenn zeitweise nicht die Möglichkeit besteht, online zu gehen.

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