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InternetsuchtTests & ChecksRund um das Thema Sucht
InternetsuchtInternetsucht: VerlaufStand: 28. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Ein Beispiel für einen Internetsucht-Verlauf ist der Fall einer 43-jährigen Hausfrau, den die Psychologin K. Young innerhalb ihrer Studien aufzeichnete. Diese Frau führte demnach ein zufriedenes und ausgeglichenes Leben, ohne jegliche Anzeichen, suchtgefährdet zu sein. Doch als sie einen Heimcomputer bekam, besuchte sie in den ersten drei Monaten immer häufiger Chatrooms (Internetseiten über die Besucher interaktiv miteinander sprechen können), bis sie letztendlich rund 60 Stunden pro Woche online war. Sie habe sich bald auf einen bevorzugten Chat konzentriert, wo sie sich "etablierte" und eine Art Gemeinschaftsgefühl entwickelte. Sehr bald konnte sie, entgegen besserer Absicht, die Zeit der verbrachten "Sessions" nicht mehr kontrollieren. Diese hätten manchmal bis zu 14 Stunden angedauert. Wenn sie nicht online sein konnte, habe sie zunehmend unter depressiven Verstimmungen, Angstzuständen und Nervosität gelitten. In der Folge begann sie, Verabredungen nicht mehr einzuhalten und ihre Freunde, ebenso wie ihr Familienleben zu vernachlässigen. Auch ging sie keinen sozialen Aktivitäten mehr nach, die sie früher gerne ausgeübt hatte. Sie zeigte hinsichtlich ihrer Internetsucht ein mangelndes Problembewusstsein und sah sich mit schwerwiegenden familiären Problemen und Vorwürfen konfrontiert. In der Folge kam es zur Entfremdung vom Ehemann und den Töchtern. Dies führte schließlich doch zu der Einsicht, dass sie sich nach dem Internet so süchtig fühlte, wie andere Menschen nach Alkohol. Sie konnte anschließend ihr Konsumverhalten eingrenzen, ohne therapeutische Hilfe beansprucht zu haben. Sie gab aber auch zu, einen völligen Verzicht nicht geschafft zu haben. Weiterlesen: Internetsucht: Vorbeugen Das könnte Sie auch interessieren
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