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Internetsucht: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Januar 2015)

Die Frage, ob es sich bei der Internetsucht tatsächlich um eine Suchtstörung handelt, ist umstritten. Kritiker des Begriffs Internetsucht bemängeln, dass die Beschreibung des Phänomens nicht zutreffend ist: Um ein Verhalten als Sucht bezeichnen zu können, fehlt ihnen – ähnlich wie bei der Spielsucht – die stoffliche Ebene, die körperliche Abhängigkeit samt schwerster bis lebensbedrohlicher Entzugssymptome hervorruft, wie es zum Beispiel bei Alkohol, Medikamenten oder Drogen der Fall ist.

Bislang ist die Internetsucht als sogenannte "Störung der Impulskontrolle" klassifiziert. Störungen der Impulskontrolle zählen zu den Persönlichkeitsstörungen. Experten diskutieren derzeit, ob eine Zuordnung der Internetsucht zu den Suchtstörungen sinnvoll ist.

Namensgeber der Internetsucht ist der New Yorker Psychiater Ivan Goldberg, der den Begriff internet addiction disorder, kurz: IAD, 1995 erstmals einführte. Er beschrieb die Abhängigkeit als ein psychisches Problem ähnlich der Spiel- oder Kaufsucht: Diese Süchte zeichnen sich dadurch aus, dass die Erkrankten immer wieder bestimmte Dinge tun müssen, zum Beispiel das Internet gebrauchen, Glücksspiele spielen oder Einkaufen gehen, obwohl sie sich dadurch selber oder andere schädigen.

Man sieht eine Computermaus und die Buchstaben WWW. © Jupiterimages/iStockphoto

Die Internetsucht zählt zu den nicht-substanzgebundenen Abhängigkeiten – ähnlich wie die Spielsucht.

Experten schätzen, dass in Deutschland mehr als eine halbe Million Menschen internetsüchtig sind.

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