Insektengift­allergie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. Januar 2017)

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Eine Insektengiftallergie verleidet gerade während der Sommerzeit vielen Menschen den Aufenthalt im Freien. Bienengift (von Honigbienen) und Wespengift (von bestimmten Faltenwespen) sind in Deutschland die häufigsten Auslöser für allergische Reaktionen auf Insektenstiche.

In der Regel löst der erste Wespenstich oder Bienenstich keine allergische Reaktion aus. Aber: Bei jedem Stich ist Vorsicht geboten, da es unbemerkt schon der zweite beziehungsweise mehrfache sein und so eine bislang unerkannte Insektengiftallergie bestehen könnte.

Eine Insektengiftallergie wie die Bienenallergie oder Wespenallergie kann verschiedene Symtome auslösen – ihr Spektrum reicht

  • von einer einfachen oder gesteigerten örtlichen Reaktion, bei der die Einstichstelle mehr oder weniger starker geschwollen und gerötet ist und brennt,
  • über eine generalisierte beziehungsweise systemische Reaktion, deren Symptome nicht nur die Einstichstelle betreffen, wie
  • bis hin zu einem anaphylaktischen Schock, der oft mit einem Kribbeln oder Brennen von Zunge und/oder Rachenraum beginnt und dann von einer systemischen Reaktion über stärkere Allgemeinsymptome (wie Herzrasen, Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, spontaner Urin- und Stuhlabgang) bis zur Bewusstlosigkeit führt.

Da ein anaphylaktischer Schock ein lebensbedrohlicher Zustand ist, kann bei einem Insektenstich für Menschen mit einer Bienengiftallergie, Wespengiftallergie oder anderen Insektengiftallergie die richtige Soforthilfe lebensrettend sein.

Insektengiftallergie: Was tun?

Eine Soforthilfe bei einer Bienen- oder Wespenallergie bietet ein Notfallset (mit einem Antihistaminikum, Kortison und Adrenalin): Für Bienen- oder Wespengiftallergiker ist es ratsam, dieses Set stets mit sich zu führen, um es im Bedarfsfall gemäß ärztlicher Anweisung anwenden zu können. Darüber hinaus sollten Sie zunächst den Stachel entfernen und die Einstichstelle kühlen. Wenn Sie eine Insektengiftallergie haben, verwenden Sie Medikamente wie das Antihistaminikum, das die Botenstoffe hemmt, die die Symptome hervorrufen. Bei stärkeren Beschwerden befinden sich im Notfallset Kortison und Adrenalin.

Rufen Sie bei Kreislaufbeschwerden und Atemnot einen Notarzt!

Zur langfristigen Behandlung der Insektengiftallergie ist außerdem eine spezifische Immuntherapie – auch Hyposensibilisierung genannt – geeignet. Sie führt bei einer Allergie gegen Insektengift meistens zum Erfolg.

Damit es gar nicht erst zu allergischen Reaktionen kommt, sollten Sie (nicht nur bei bestehender Insektengiftallergie) einige allgemeine Verhaltensregeln einhalten, um Insektenstiche zu vermeiden: Wenn sich Insekten in der Nähe befinden, ist es ratsam, sich so ruhig wie möglich zu verhalten. Wildes Um-sich-Schlagen macht Wespen, Bienen, Hornissen oder Hummeln aggressiv, sie fühlen sich bedroht und stechen unter Umständen zu. Außerdem ist es vor allem für Insektengiftallergiker ratsam, im Freien darauf zu verzichten, Fleisch und Süßigkeiten zu essen.


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