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Infantile Cerebralparese (ICP)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

© Jupiterimages/Photos.com

Die infantile Cerebralparese (ICP) ist eine bei Kindern auftretende Störung des Nerven- und Muskelsystems. Die Erkrankung verursacht bleibende Bewegungs- und Haltungsstörungen, die sich in der Regel jedoch wirksam verbessern lassen.

Je nachdem, welche Teile des Gehirns durch die infantile Cerebralparese geschädigt sind, treten verschiedene Symptome auf. Am häufigsten entstehen die Bewegungsstörungen durch starke Muskelspannungen, die Lähmungen verursachen (spastische Form der infantilen Cerebralparese). Neben den Bewegungsstörungen können weitere Symptome auftreten, etwa:

  • Sehstörungen-
  • Wahrnehmungsstörungen
  • verlangsamte Sprachentwicklung
  • eingeschränkte motorische Fähigkeiten
  • Krampfanfälle (Epilepsie)

Die Ursachen der infantilen Cerebralparese sind vielfältig: Zum Beispiel können Sauerstoffmangel, Infektionen und Hirnblutungen während Schwangerschaft und Geburt eine infantile Cerebralparese verursachen. Auch kurz nach der Geburt kann es noch zu einer frühkindlichen Hirnschädigung kommen, die in der Folge zu einer infantilen Cerebralparese führen kann.

Der Arzt stellt die Diagnose der infantilen Cerebralparese aufgrund des klinischen Befunds. Manchmal sind zusätzliche Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur Diagnose nötig. Im Mittelpunkt der Behandlung steht eine multidisziplinäre Therapie aus unterschiedlichen medizinischen und therapeutischen Bereichen. Besonders bedeutend sind dabei Maßnahmen wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie, die durch orthopädische Gipsverbände und Schienen ergänzt werden.

Im Verlauf der ICP kann eine Operation, zum Beispiel zur Sehnenverlängerung, nötig sein. Grundsätzlich ist es aber ein Ziel der Therapie, operative Eingriffe so weit als möglich zu vermeiden. Deshalb kommen bei der Behandlung der infantilen Cerebralparese verschiedene nicht-operative Verfahren zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem Physiotherapie, Medikamente sowie augen-, ohrenärztliche und orthopädische Maßnahmen.

Wie die infantile Cerebralparese verläuft, hängt vor allem vom Zeitpunkt und dem Ort der Schädigung im Gehirn ab. Die Hirnschädigung kann nicht behoben werden, allerdings kann eine gezielte Behandlung die Folgen mildern.



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