Infantile Cerebralparese (ICP): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

Die infantile Cerebralparese (ICP) ist eine bei Kindern auftretende Störung der Bewegung und der Körperhaltung. Sie wurde von dem englischen Orthopäden William John Little im 19. Jahrhundert beschrieben – Ärzte bezeichnen sie daher auch als "Little Disease".

Bei der infantilen Cerebralparese handelt es sich um den Endzustand einer frühkindlichen Hirnschädigung. Die Hirnentwicklungsstörung kann unterschiedlichste Ursachen haben und vor, während und nach der Geburt auftreten. Typische Ursachen sind:

  • Sauerstoffmangel
  • Nabelschnurkomplikationen
  • Infektionen
  • Hirnblutungen
  • Unfälle

Das Krankheitsbild der infantilen Cerebralparese ist nicht einheitlich definiert. Charakteristisch sind jedoch verschiedene Bewegungs- und Haltungsstörungen, die durch Veränderungen der Muskelspannung (Tonus) und -stärke sowie durch eine fehlerhafte Koordination der Bewegungsabläufe gekennzeichnet sind.

Häufigkeit

Die infantile Cerebralparese kommt insgesamt selten vor – etwa 10 bis 25 von 10.000 Lebendgeborenen sind betroffen. Besonders häufig tritt die infantile Cerebralparese bei Frühgeborenen auf.


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