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Erektile Dysfunktion (erektile Impotenz)

Transurethrale Therapie

Stand: 13. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die transurethrale Therapie ist eine weitere Behandlungsmöglichkeit der erektilen Dysfunktion (erektile Impotenz). Diese Therapieform kann infrage kommen, wenn eine Tabletteneinnahme nicht zum gewünschten Erfolg führte.

Bei der transurethralen Therapie verwenden die Betroffenen einen stäbchenförmigen Applikator aus Kunststoff. Der Applikator besteht aus einem 1,4 Millimeter dicken und 3 Zentimeter langem Stäbchen, welches den Wirkstoff Alprostadil enthält. Nach dem Wasserlassen wird der Applikator in die Harnröhre eingeführt. Durch Knopfdruck gibt der Applikator, ein kleines, wirkstoffhaltiges "Zäpfchen" in die Harnröhre ab.

Nach Entfernung des Applikators wird der Penis zwischen den Handflächen gerollt und massiert, damit sich der Wirkstoff in der Harnröhre auflösen, verteilen und durch die Harnröhrenwand aufgenommen werden kann. Der Wirkstoff Alprostadil entspannt die glatte Muskulatur des Penis, steigert die Durchblutung und bewirkt wenige Minuten später eine Erektion, die 70 bis 80 Minuten anhält.

Komplikationen

Bei der transurethralen Therapie können Nebenwirkungen wie Schmerzen, Kopfschmerzen, Harnröhrenverletzungen, Schwindelanfälle, Blutdruckabfall oder kurze Bewusstlosigkeit eintreten. Bei zuvor aufgetretenen anhaltenden schmerzhaften Erektionen (Priapismus), Blutgerinnungsstörungen oder Harnröhrenentzündungen sollte auf diese Methode nicht zurückgegriffen werden. Die transurethrale Therapie ist ebenfalls nicht zu empfehlen, wenn die Sexualpartnerin schwanger ist, da der Wirkstoff Alprostadil ein Risiko für das ungeborene Kind darstellen kann.

Weiterlesen: Erektile Dysfunktion (erektile Impotenz): Therapie – Mechanische Hilfsmittel

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