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Erektile Dysfunktion (erektile Impotenz)

Erektile Dysfunktion (erektile Impotenz): Therapie

Stand: 13. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Hat die erektile Dysfunktion (erektile Impotenz) körperliche Ursachen, ist eine Therapie mithilfe von Medikamenten oder über verschiedene Hilfsmittel möglich. Liegt der Impotenz eine Erkrankung zugrunde (z.B. Diabetes mellitus), muss diese behandelt werden. Nur in seltenen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff nötig, um die Impotenz zu beheben.

Bei einer psychisch bedingten erektilen Dysfunktion ist eine psychiatrisch-psychologische Therapie zu empfehlen.

Medikamente

Eine erektile Dysfunktion kann in vielen Fällen mithilfe verschiedener Medikamente behandelt werden. In der Regel ist auf diese Weise problemlos eine Erektion zu erreichen und auch aufrecht zu halten. Sogenannte Phosphodiesterasehemmer (PDE-Hemmer) beispielsweise führen zu einer besseren Durchblutung des Penis. Die Wirkstoffe Sildenafil, Tadalafil sowie Vardenafil sind die bekanntesten Wirkstoffe aus dieser Gruppe, die gegenerektile Impotenz wirken. Die Einnahme der Medikamente erfolgt im Allgemeinen vor dem geplanten Geschlechtsverkehr und nicht häufiger als einmal in 24 Stunden. Da es zu Wechselwirkungen und Nebenwirkungen kommen kann, sind diese Potenzmittel verschreibungspflichtig. Mögliche Nebenwirkungen sind zum Beispiel:

Vereinzelt kommen auch die Wirkstoffe Apomorphin oder Yohimbin bei erektiler Impotenz zum Einsatz.

Komplikationen

Besonders der Wirkstoff Sildenafil kann zu einer Blutdrucksenkung führen und damit die Wirkung blutdrucksenkender Medikamente verstärken. Die gleichzeitige Einnahme von Nitraten (z.B. bei Herzpatienten) wie dem Wirkstoff Molsidomin kann lebensbedrohlich sein und ist daher zu vermeiden.

Außerdem sollte beachtet werden, dass jegliche sexuelle Aktivität auch ohne die Verwendung von Medikamenten mit einer Belastung des Herz-Kreislauf-Systems einhergeht. Personen mit Herzinsuffizienz, Brustenge (Angina pectoris), einem kürzlich erlittenen Schlaganfall oder Herzinfarkt sollten keine Potenzmittel verwenden.

Alle derzeit auf dem Markt erhältlichen Medikamente gegen erektile Dysfunktion sind verschreibungspflichtig und sollten genau nach den Angaben des Arztes eingenommen werden.

Weiterlesen: Erektile Dysfunktion (erektile Impotenz): Therapie – Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT)

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