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Erektile Dysfunktion (erektile Impotenz)

Erektile Dysfunktion (erektile Impotenz): Diagnose

Stand: 13. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Um festzustellen, ob beim Betroffenen eine erektile Dysfunktion (erektile Impotenz) vorliegt, ist vor allem ein ausführliches Patientengespräch für die Diagnose wichtig, in dem der Arzt auf die sexuellen Probleme eingeht. Es ist sinnvoll, auch die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner mit in das Gespräch einzubeziehen.

Man sieht einen Arzt, der mit einem älteren Mann spricht.
Im Arztgespräch lassen sich mögliche Ursachen der erektilen Dysfunktion abklären.

Da eine erektile Dysfunktion vielfältige Ursachen haben kann, sollte zuerst abgeklärt werden, ob eventuell eine andere Erkrankung der Auslöser ist (z.B. Diabetes mellitus). Um die Ursachen zu klären, nimmt der Arzt in der Regel eine körperliche Untersuchung und auch eine Blutuntersuchung (z.B. zur Abklärung des Hormonstatus, Blutzuckerspiegels) vor.

Beim gesunden Mann treten in der Regel nachts, aber auch morgens spontane Erektionen auf. Kommt es beim Betroffenen während des Schlafs zu Erektionen, spricht dies eher gegen eine körperliche Ursache, kann diese jedoch nicht vollständig ausschließen. Auch mit morgendlichen Erektionen kann eine Erektionsstörung vorliegen.

Können körperliche Ursachen ausgeschlossen werden, sollte man psychische Ursachen für die erektile Dysfunktion in Erwägung ziehen.

Im Rahmen der Diagnose einer erektilen Dysfunktion können verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel:

  • Schwellkörper-Injektionstest (SKIT)
  • Farb-Dopplersonographie
  • Kavernosographie
  • Neurologische Untersuchung

Schwellkörper-Injektionstest (SKIT)

Beim Schwellkörper-Injektionstest (SKIT) spritzt der Arzt dem Betroffenen ein männliches Sexualhormon aus der Gruppe der Prostaglandine in die Penis-Schwellkörper. Auf diese Weise tritt für gewöhnlich innerhalb kurzer Zeit eine Erektion ein. Wenn für eine länger anhaltende Erektion bereits geringe Mengen ausreichen, sind die Ursachen für die erektile Dysfunktion mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gefäßbedingt.

Farb-Dopplersonographie

Mittels der Farb-Dopplersonographie, einer Form der Ultraschalluntersuchung, kann der Arzt die Durchblutung des Glieds überprüfen und Aufschluss darüber erhalten, ob eine gefäßbedingte Ursache für die erektile Dysfunktion vorliegt.

Kavernosographie

Um festzustellen, ob der Blutabfluss über die Penis-Venen krankhaft gesteigert und eine Erektion deshalb nicht möglich ist (z.B. durch ein venöses Leck), kann eine Kavernosographie durchgeführt werden. Hierbei wird beim Betroffenen zunächst mit Medikamenten eine Erektion hervorgerufen. Anschließend bringt der Arzt in die Schwellkörper Kontrastmittel ein und verfolgt mithilfe von Röntgenbildern in regelmäßigen Abständen (alle paar Sekunden) den Blutabfluss aus den Schwellkörpern.

Neurologische Untersuchung

Eine erektile Dysfunktion kann auch durch eine Störung der Nervenversorgung im Penis hervorgerufen werden. Um diese Möglichkeit zu testen, gibt es verschiedene neurologische Untersuchungen, wie zum Beispiel die Elektroneurographie oder die Elektromyographie.

Weiterlesen: Erektile Dysfunktion (erektile Impotenz): Therapie

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