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Impingement-Syndrom: Schmerzen in der Schulter

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. August 2016)

© iStock

Bei einem Impingement-Syndrom der Schulter (auch Engpasssyndrom genannt) lösen bestimmte Bewegungen oder Belastung Schulterschmerzen aus. Die Beschwerden entstehen, wenn Weichteile – wie zum Beispiel eine Sehne – sich unter dem Schulterdach einklemmen oder dort anstoßen (engl. impingement = Aufprall, Zusammenstoß, Anstoß).

Das Impingement-Syndrom zählt zu den häufigsten Gründen für Schmerzen in der Schulter. Der Begriff Engpasssyndrom beschreibt die Schmerzursache: Bei bestimmten Bewegungen verkleinert sich der Raum unter dem Schulterdach (sog. Subakromialraum).

Bei einem Impingement-Syndrom reicht also der Platz nicht aus, um alle dort verlaufenden Strukturen reibungslos unterzubringen. Hinzu kommt häufig ein mechanisches Hindernis am Schulterdach (Akromion), etwa ein ungünstig geformter Knochen oder ein Knochensporn. Die in Mitleidenschaft gezogenen Weichteile können dabei verschleißen oder sich entzündlich verändern. 

Besonders häufig hängt die Sehne des Obergrätenmuskels (Musculus supraspinatus) mit den Schmerzen beim Impingement-Syndrom zusammen: Diese sogenannte Supraspinatussehne verläuft dicht unterhalb des Schulterdachs und ist Teil der Rotatorenmanschette, einem Gefüge aus Muskeln und deren Sehen, die den Kopf des Oberarmknochens umschließen.

Das Impingement-Syndrom der Schulter führt zu bewegungs- und positionsabhängigen Schmerzen, die auch nachts auftreten. Ein wichtiges Merkmal ist der sogenannte schmerzhafte Bogen (engl.: Painful Arc). Das heißt: Beim seitlichen Anheben treten vor allem in einem Winkel von etwa 60 bis 120 Grad Schmerzen in Arm und Schultergelenk auf.

Wer ein Impingement-Syndrom der Schulter hat, kann den betroffenen Arm oft kaum noch seitlich heben. Viele alltägliche Vorgänge – etwa ein Hemd anziehen oder sich am Rücken waschen – sind nur noch unter Schmerzen möglich.

Ob hinter solchen Beschwerden ein Impingement-Syndrom steckt, kann der Arzt durch einen entsprechenden Impingement-Test herausfinden. Ergänzend können Ultraschalluntersuchungen der Schulter und weitere bildgebende Maßnahmen wie MRT (Kernspin) und Röntgen zum Einsatz kommen.

Die Therapie richtet sich nach der Ursache für das Impingement-Syndrom, der Stärke der Beschwerden beziehungsweise des damit verbundenen Leidensdrucks und dem Ausmaß der Sehnenschädigung. In leichteren Fällen kommen vorwiegend folgende Maßnahmen zum Einsatz:

Eine Operation ist bei einem Impingement-Syndrom der Schulter meist erst nötig, wenn das Syndrom sehr ausgeprägt ist oder wenn sich die Schulterbeschwerden durch die nicht-operative Behandlung nicht bessern.



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