Impingement-Syndrom: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. August 2016)

Ein Impingement-Syndrom der Schulter kann verschiedene Ursachen haben – typisch sind:

  • Einklemmung, Verletzung, Verschleiß oder Entzündung eines Muskels bzw. seiner Sehne (v.a. der Supraspinatussehne)
  • Einklemmung oder Entzündung des Schleimbeutels, von Teilen der Gelenkkapsel oder der langen Bizepssehne

Die häufig für das Impingement-Syndrom verwendeten Begriffe Engpasssyndrom oder Schulterenge beschreiben die Ursache für die Schulterprobleme: In der Regel entstehen die Schulterschmerzen, weil bei bestimmten Bewegungen ein Platzmangel unter dem Schulterdach (Akromion) herrscht – Sehnen und Muskeln, die dort verlaufen und den Arm bewegen, stoßen an das Dach oder klemmen sich ein und sind dadurch schmerzhaft gereizt.

Ärzte bezeichnen dies als subakromiales Impingement-Syndrom (Subakromialraum = Raum unterhalb des Schulterdachs). Je nach seinen genauen Ursachen unterscheidet man verschiedene Formen:

Ein primäres Impingement-Syndrom oder Outlet-Impingement entsteht dadurch, dass mechanische Faktoren den Subakromialraum von außen einengen – zum Beispiel:

  • Knochensporn am Schulterdach
  • von seiner normalen Form abweichendes (z.B. hakenförmig geformtes oder zu stark geneigtes) Schulterdach
  • knöcherner Ausläufer (Knochensporn) am Schultereckgelenk
  • unvollständig verschmolzenes (und damit mobiles) Schulterdach
  • verletzungsbedingte Deckungsungleichheit der Gelenkflächen (d.h. Form oder Ausdehnung der Gelenkflächen passen nicht mehr zusammen), z.B. nach in Fehlstellung verheiltem Oberarmbruch)
  • Vernarbungen der Rotatorenmanschette
Tennisspieler beim Aufschlag. © Jupiterimages/Stockbyte

Überkopfsportarten wie Tennis erhöhen das Risiko für ein Impingement-Syndrom.

Beim sekundären Impingement-Syndrom oder Non-Outlet-Impingement hat die Einengung andere äußere Ursachen – wie:

  • Rotatorenmanschettenruptur
  • gestörte Biomechanik durch Ungleichgewicht zwischen den Muskeln (sog. funktionelles Impingement), Schultersteife (Frozen Shoulder), übermäßig schlaffes oder instabiles Schultergelenk
  • chronische Schleimbeutelentzündung in der Schulter
  • Einlagerung von Kalkherden in einer Sehne (sog. Kalkschulter bzw. Tendinosis calcanea)
  • Nervenschädigung

Wer beruflich oder in seiner Freizeit häufig wiederholte Überkopfbewegungen ausübt (z.B. bei Malerarbeiten oder bei Sportarten wie Tennis, Handball oder Kraulschwimmen), hat ein erhöhtes Risiko, ein Impingement-Syndrom zu entwickeln.

Darüber hinaus kann ein subakromiales Impingement-Syndrom der Schulter folgende innere Ursachen haben:

  • durch Einklemmung verschlechterte Durchblutung
  • Überbeanspruchung durch Überbelastung des Schultergelenks
  • verschleißbedingte Veränderungen der Supraspinatussehne

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