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Ichthyose (Ichthyosis, Fischschuppen­krankheit)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. April 2015)

Eine Ichthyose (Ichthyosis, Fischschuppenkrankheit) ist eine Verhornungsstörung der Haut. Diese nicht ansteckende Hautkrankheit zählt zu den Erbkrankheiten und tritt in verschiedenen Formen auf, die sich stark voneinander unterscheiden können.

Es gibt verschiedene Formen der Ichthyose. Das Hauptmerkmal jeder Fischschuppenkrankheit: Die Haut weist eine großflächige schuppenartige Verhornung (Hyperkeratose) auf. Im Gegensatz zur Schuppenflechte (Psoriasis), bei der vermehrt Hornschuppen abschilfern, ist bei der Ichthyose die Haut krankhaft verhornt, schuppt sich aber weniger ab.

Die häufigste und mildeste Form der Ichthyose – die sogenannte Ichtyhosis vulgaris – betrifft etwa 1 von 250 Menschen. Bei den erkrankten Personen bilden sich auf der Haut feinpulvrige Schuppen. Die Hände zeigen vergröberte Handlinien, wobei feine Hautfalten zurück- und tiefe überbetont hervortreten. Man spricht auch von den sogenannten Ichthyosis-Händen. Die zweithäufigste Ichthyose-Form ist die ausschließlich bei Männern vorkommende Ichthyosis-X oder X-chromosomale Ichthyose. Etwa 1 von 6.000 Männern ist davon betroffen. Die restlichen Ichthyosen (wie z.B. die schwere Harlekin-Ichthyose beim neugeborenen Baby) sind extrem selten. In Einzelfällen kann eine Fischschuppenkrankheit zusammen mit weiteren Krankheitssymptomen auch Teil anderer Erkrankungen sein (wie beim sog. Refsum-Syndrom).

Die Diagnose einer Ichthyose kann der Arzt meist schon anhand der äußerlich sichtbaren Hautveränderungen stellen. Im Zweifelsfall kann er seinen Befund durch eine feingewebliche Untersuchung der erkrankten Hautpartikel unter dem Mikroskop sichern. Um herauszufinden, um welchen Ichthyose-Typ es sich handelt, eignen sich spezielle Analysen des Erbguts (DNA-Analyse).

Im Rahmen der Behandlung einer Ichthyose ist es wichtig, die sehr trockene Haut sorgfältig zu pflegen. Darüber hinaus kann man die von Ichthyosis betroffenen Hautpartien mit Salben behandeln: Wirksam bei der Fischschuppenkrankheit ist eine örtliche Therapie mit Salicylsäure und Vitamin-A-Säure-Abkömmlingen; aufgrund der Nebenwirkungen ist es jedoch ratsam, diese Behandlung nur unter ärztlicher Kontrolle und nicht langfristig einzusetzen.

Eine Ichthyosis erfordert eine intensive, tägliche Hautpflege. Hierzu gehören zum Beispiel Bäder, welche die Hautabschuppung fördern, sowie rückfettende Salben.



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