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Ichthyose (Ichthyosis, Fischschuppen­krankheit)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Dezember 2012)

Eine Ichthyose (Ichthyosis, Fischschuppenkrankheit) ist eine nicht ansteckende Hautkrankheit mit verstärkter Schuppenbildung, die zu den Erbkrankheiten zählt. Sie tritt in verschiedenen Formen auf, die sich stark voneinander unterscheiden können.

Die Unterschiede zwischen den Ichthyosen betreffen zum einen den Vererbungsvorgang (bzw. Erbgang), über den Betroffene den ursächlichen Schaden an ihrer Erbanlage (sog. Gendefekt) an ihre Nachkommen weitergeben. Zum anderen zeigen die verschiedenen Ichthyosis-Formen abweichende Symptome und feingewebliche Befunde. Das Hauptmerkmal jeder Fischschuppenkrankheit ist die großflächige schuppenartige Verhornung (Hyperkeratose) der Haut. Im Gegensatz zur Schuppenflechte (Psoriasis), bei der es zu einer vermehrten Abschilferung von Hornschuppen aufgrund einer Entzündung der darunter liegenden Schichten kommt, ist bei der Ichthyose die Haut krankhaft verhornt, schuppt sich aber kaum ab.

Die häufigste Form der Ichthyose – die sogenannte Ichtyhosis vulgaris – betrifft etwa 1 von 300 Menschen. Sie ist gekennzeichnet durch feinpulverige Hautschuppung und sogenannte Ichthyosis-Hände (mit vergröberten Handlinien, wobei feine Hautfalten zurücktreten und tiefe überbetont hervortreten). Die zweithäufigste Ichthyose-Form ist die überwiegend bei Männern vorkommende Ichthyosis-X. Die restlichen Ichthyosen (wie z.B. die schwere Harlekin-Ichthyose beim neugeborenen Baby) sind extrem selten. In Einzelfällen kann eine Fischschuppenkrankheit zusammen mit weiteren Krankheitssymptomen auch Teil eines Syndroms sein (wie beim sog. Refsum-Syndrom).

Die Diagnose einer Ichthyosis erfolgt anhand der äußerlich sichtbaren Hautveränderungen. Im Zweifelsfall kann der Arzt die Diagnose durch eine feingewebliche Untersuchung sichern. Bei der Ichthyose-Behandlung ist es wichtig, die sehr trockene Haut mit rückfettenden Substanzen sorgfältig zu pflegen. Darüber hinaus kann man die betroffenen Hautpartien mit Salben örtlich behandeln: Wirksam bei der Fischschuppenkrankheit ist eine örtliche Behandlung mit Salicylsäure und Vitamin-A-Säure-Abkömmlingen; aufgrund der Nebenwirkungen ist es jedoch ratsam, diese Behandlung nur unter ärztlicher Kontrolle und nicht langfristig einzusetzen.






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