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Ichthyose (Ichthyosis, Fischschuppen­krankheit)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. April 2014)

Eine Ichthyose (Ichthyosis, Fischschuppenkrankheit) ist eine Verhornungsstörung der Haut. Diese nicht ansteckende Hautkrankheit zählt zu den Erbkrankheiten und tritt in verschiedenen Formen auf, die sich stark voneinander unterscheiden können.

Bei der Unterscheidung der verschiedenen Ichthyosen ist vor allem wichtig, über welchen Vererbungsvorgang der Gendefekt an die Nachkommen weitergegeben wird. Zum anderen zeigen die verschiedenen Ichthyosis-Formen unterschiedliche Symptome und Gewebestrukturen unter dem Mikroskop. Das Hauptmerkmal jeder Fischschuppenkrankheit beziehungsweise Ichthyose ist die großflächige schuppenartige Verhornung (Hyperkeratose) der Haut. Im Gegensatz zur Schuppenflechte (Psoriasis), bei der es zu einer vermehrten Abschilferung von Hornschuppen kommt, ist bei der Ichthyose die Haut krankhaft verhornt, schuppt sich aber kaum ab.

Die häufigste Form der Ichthyose – die sogenannte Ichtyhosis vulgaris – betrifft etwa 1 von 250 Menschen. Bei den erkrankten Personen schuppt sich die Haut feinpulvrig ab. Die Hände zeigen vergröberte Handlinien, wobei feine Hautfalten zurück- und tiefe überbetont hervortreten. Man spricht auch von den sogenannten Ichthyosis-Händen. Die zweithäufigste Ichthyose-Form ist die ausschließlich bei Männern vorkommende Ichthyosis-X. Die restlichen Ichthyosen (wie z.B. die schwere Harlekin-Ichthyose beim neugeborenen Baby) sind extrem selten. In Einzelfällen kann eine Fischschuppenkrankheit zusammen mit weiteren Krankheitssymptomen auch Teil eines Syndroms sein (wie beim sog. Refsum-Syndrom).

Die Diagnose einer Ichthyose erfolgt anhand der äußerlich sichtbaren Hautveränderungen. Im Zweifelsfall kann der Arzt die Diagnose durch eine feingewebliche Untersuchung der erkrankten Hautpartikel unter dem Mikroskop sichern. Bei der Ichthyose-Behandlung ist es wichtig, die sehr trockene Haut sorgfältig zu pflegen. Darüber hinaus kann man die von Ichthyosis betroffenen Hautpartien mit Salben örtlich behandeln: Wirksam bei der Fischschuppenkrankheit ist eine örtliche Therapie mit Salicylsäure und Vitamin-A-Säure-Abkömmlingen; aufgrund der Nebenwirkungen ist es jedoch ratsam, diese Behandlung nur unter ärztlicher Kontrolle und nicht langfristig einzusetzen.

Eine Ichthyosis erfordert eine intensive, tägliche Hautpflege. Hierzu gehören zum Beispiel Bäder, welche die Hautabschuppung fördern, sowie rückfettende Salben.






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