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Ichthyosis (Ichthyose)

Stand: 28. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Ichthyosis (Ichthyose) ist eine manchmal auch als Fischschuppenkrankheit bezeichnete Hautkrankheit mit verstärkter Schuppenbildung. Die einzelnen Formen von Ichthyosis können sich stark voneinander unterscheiden; bei fast allen handelt es sich jedoch um Erbkrankheiten.

Die Unterschiede der unter dem Sammelbegriff Ichthyosis zusammengefassten Hauterkrankungen betreffen zum einen den Vererbungsvorgang (auch als Erbgang bezeichnet), über den Betroffene den ursächlichen Schaden an ihrer Erbanlage (sog. Gendefekt) an ihre Nachkommen weitergeben. Zum anderen zeigen die verschiedenen Ichthyose-Formen abweichende Symptome und feingewebliche Befunde. Das Hauptmerkmal einer Ichthyosis ist die großflächige schuppenartige Verhornung (Hyperkeratose) der Haut. Im Gegensatz zur Schuppenflechte (Psoriasis), bei der es zu einer vermehrten Abschilferung von Hornschuppen aufgrund einer Entzündung der darunter liegenden Schichten kommt, ist bei der Ichthyosis die Haut krankhaft verhornt, schuppt sich aber kaum ab.

Die häufigste Form der Ichthyosis ist die sogenannte Ichtyhosis vulgaris, die sich durch feinpulverige Hautschuppung und sogenannte Ichthyosis-Hände (mit vergröberten Handlinien, wobei feine Hautfalten zurücktreten und tiefe überbetont hervortreten) äußert und etwa 1 von 300 Menschen betrifft. Die zweithäufigste Ichthyose-Form ist die überwiegend bei Männern vorkommende Ichthyosis-X. Die restlichen Ichthyosis-Formen (wie z.B. die schwere Harlekin-Ichthyose beim neugeborenen Baby) sind extrem selten. In Einzelfällen kann eine Ichthyosis zusammen mit weiteren Krankheitssymptomen auch Teil eines Syndroms sein (wie beim sog. Refsum-Syndrom). Ichthyosen sind nicht ansteckend.

Die Diagnose einer Ichthyosis erfolgt anhand des klinischen Erscheinungsbilds; im Zweifelsfall kann der Arzt die Diagnose durch eine feingewebliche Untersuchung sichern. Bei der Ichthyose-Therapie ist es wichtig, die sehr trockene Haut mit rückfettenden Substanzen sorgfältig zu pflegen. Darüber hinaus sind die betroffenen Hautpartien mit Salben örtlich behandelbar. Wirksam bei Ichthyosis sind Salicylsäure und Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge; aufgrund der Nebenwirkungen der Behandlung ist es jedoch ratsam, sie nur unter ärztlicher Kontrolle und nicht langfristig einzusetzen.

Weiterlesen: Ichthyosis (Ichthyose): Definition

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