|
Sie befinden sich hier:
Startseite > Krankheiten > Ichthyosis (Ichthyose) > Therapie
Ichthyosis (Ichthyose)ForumSeltene KrankheitenDiskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Seltene Krankheiten Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
Ichthyosis (Ichthyose)Ichthyosis (Ichthyose): TherapieStand: 28. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer Ichthyosis (Ichthyose) zielt die Therapie darauf ab, die Symptome zu lindern. Dies bedeutet vor allem: die Hautschuppung und -verhornung lösen, die Haut geschmeidiger pflegen und Hauteinrisse behandeln beziehungsweise vermeiden. Diese Behandlung bewirkt zwar keine Heilung der Ichthyosis, sie kann jedoch in der Regel den Hautzustand bessern und somit die Lebensqualität der Betroffenen deutlich erhöhen. Um die bestmöglichen Ergebnisse bei der Ichthyosis-Therapie zu erreichen, ist es unerlässlich, die sehr trockene Haut konsequent und schonend zu pflegen. Dabei spielt die örtliche Behandlung mit Salben die wichtigste Rolle, da diese einfach anzuwenden sind und in der Regel keine Nebenwirkungen haben. Vor allem die milderen Formen der angeborenen (kongenitalen) Ichthyosis lassen sich mit Salben gut behandeln, während andere Fälle darüber hinausgehende Maßnahmen erfordern. Grundsätzlich beinhaltet die Therapie der meisten Ichthyosis-Formen: die Haut zweimal täglich baden, abrubbeln und einfetten. Dafür eignen sich harnstoffhaltige Salben sowie Kochsalz- und Milchsäurepräparate. Setzen Sie salizylsäurehaltige Präparate wegen möglicher Nebenwirkungen lieber nur begrenzt ein – also für kurze Zeit und nur für kleinflächige Hautpartien. Bei großflächiger und hochkonzentrierter Behandlung mit Salizylaten kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Besondere Vorsicht ist bei der Ichthyosis-Behandlung von Neugeborenen geboten, da ihre Haut wesentlich durchlässiger für die Wirkstoffe der Salben ist. Besonders acetylsäure- und harnstoffhaltige Präparate können zu schweren systemischen Nebenwirkungen führen. Verwenden Sie hier deshalb am besten nur einfache (z.B. panthenolhaltige oder nachfettende) Pflegesalben. Gute Erfolge lassen sich auch mit der Kombination einer Fettsalbe und eines Vitamin-E-Präparats erzielen. Bei Neugeborenen mit Harlekin-Ichthyose kann eine schnellen Ablösung des verdickten Horns durch eine Therapie mit Tabletten lebensrettend sein. Auch Abkömmlinge der Vitamin-A-Säure sind – besonders bei einer stark befallenen Haut – gegen die Symptome einer Ichthyosis wirksam. Bei äußerlicher Anwendung ist die hautreizende Wirkung zu beachten, die vor allem gegen eine Anwendung bei stark entzündlichen Formen der Ichthyosis spricht. Bei innerlicher Anwendung ist es besonders für Frauen im gebärfähigem Alter ratsam, auf eine zuverlässige Empfängnisverhütung zu achten, da die Medikamente zu Fehlbildungen beim Kind führen können. Bei Kleinkindern und Jugendlichen ist eine mögliche skelettschädigende Wirkung zu beachten. Für diese Therapie ist in jedem Fall eine besonders sorgfältige Schulung und eine engmaschige Kontrolle notwendig. Neben der örtlichen Ichthyosis-Therapie ist eine psychologische Betreuung der Betroffenen ratsam. Dies kann auch im Rahmen einer Selbsthilfe erfolgen und soll helfen, durch die Ichthyose bedingte soziale Ausgrenzungen und Ängste zu bewältigen beziehungsweise zu vermindern. Weiterlesen: Ichthyosis (Ichthyose): Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
KrankheitsgebieteVon A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ... Weitere Themen:Am häufigsten gelesen
BilderpaarsucheBilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |