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Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Juni 2015)

Bei einer Hypothermie (Unterkühlung) ist ebenso wie bei Erfrierungen der weitere Verlauf vom Schweregrad der Kältefolgen und von einer zeitnahen, sachgemäßen Behandlung abhängig.

Prognose

Eine Hypothermie (Unterkühlung) und leichte Erfrierungen haben – im frühen Verlauf richtig behandelt – im Allgemeinen eine günstige Prognose:

Wenn es bei einer Hypothermie rechtzeitig gelingt, die Körpertemperatur zu erhöhen, ohne dass Komplikationen (z.B. Herzrhythmusstörungen) auftreten, ist kaum mit ernsten Folgen zu rechnen. Allerdings kann man schnell übersehen, dass jemand unterkühlt ist – besonders, wenn zusätzlich Verletzungen bestehen: Bleibt die Unterkühlung deswegen länger unbehandelt, können Organe ernsthaften Schaden nehmen – im Extremfall kann dies zum Tod führen. 

Tritt eine Hypothermie kombiniert mit anderen schweren Verletzungen auf (z.B. nach einem Verkehrsunfall), kann sich also die Gesamtprognose verschlechtern. Daher ist jede Art von Unterkühlung unbedingt zu vermeiden.

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Bei Erfrierungen ist die Prognose umso günstiger, je geringer der Grad des Kälteschadens ist:

  • Leichte Erfrierungen 1. Grades heilen im Allgemeinen ohne Spätfolgen ab. Wenn die Abheilung der Wundflächen langwierig verläuft, können allerdings Narben entstehen.
  • Bei Erfrierungen 2. Grades ist die Prognose ebenfalls günstig, wenn die für diesen Schweregrad typischen Blasen hell sind. Ist der Blaseninhalt dagegen eher blutig, ist mit einem längeren Heilungsverlauf zu rechnen. Zerreißen die Blasen, tritt Gewebeflüssigkeit aus. In diesem Fall besteht Infektionsgefahr, da Bakterien über die offene Wundfläche in den Körper eindringen können.
  • Bei Erfrierungen 3. Grades ist – je nach betroffenem Körperteil – eine Amputation im Extremfall nicht auszuschließen. Bei Ausdehnung auf den ganzen Körper droht der Tod durch Erfrierung.

Komplikationen

Bei einer Hypothermie (Unterkühlung) und bei Erfrierungen kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen. Letztere können vor allem Folgendes nach sich ziehen:

  • Ödembildung
  • Hautverfärbungen
  • Frostbeulen (Perniones)
  • Verdickung der Hornschicht (Hyperkeratose) und Verhornungsstörungen (Parakeratosen)
  • Hautatrophie (Gewebeschwund)
  • Blutverdickung bis hin zur venösen Thrombose
  • Wundinfektionen

Auch falsche Maßnahmen zur Behandlung einer Hypothermie oder von Erfrierungen können ein Grund für Komplikationen sein: Unsachgemäße Erste Hilfe kann das betroffene Gewebe schwer schädigen. Außerdem kann es bei einer starken Unterkühlung zu Herz-Kreislauf-Versagen sowie zu Atemstillstand kommen.

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