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Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Juni 2015)

Sowohl eine Hypothermie (Unterkühlung) als auch Erfrierungen haben ihre Ursachen in der Einwirkung besonders niedriger Temperaturen. Die Begriffe bezeichnen aber verschiedene Folgen der Kälteeinwirkung:

  • Wenn ein Körper unterkühlt ist, ist seine Kerntemperatur herabgesetzt,
  • erfrorenes Gewebe ist durch örtliche Kälteeinwirkung geschädigt.

Neben der Kälteeinwirkung spielen bei der Entstehung einer Hypothermie oder Erfrierung weitere Ursachen eine Rolle: Wind und Feuchtigkeit können die Wirkung von Kälte verstärken. Demnach bestimmen nicht nur die absoluten und physikalisch messbaren Temperaturen die Kälteeinwirkung, sondern auch die gleichzeitig herrschende (Luft-)Feuchtigkeit und die vorhandenen Winde beziehungsweise Stürme. Dies kann man im sogenannten Wind-Kälte-Faktor (bzw. Windchill-Faktor) ausdrücken: So ergibt sich bei einer physikalisch messbaren Temperatur von beispielsweise -11 Grad Celsius und einem gleichzeitigem Wind mit einer Geschwindigkeit von rund 18 Metern pro Sekunde eine gefühlte Temperatur von -30 Grad Celsius.

Wer gleichzeitig Kälte, Wind und Feuchtigkeit ausgesetzt ist, kann daher sehr viel schneller eine Unterkühlung und vor allem örtliche Erfrierungen bekommen als ohne den Wind.

Daneben können viele Faktoren eine Hypothermie oder Erfrierungen begünstigen. So können beispielsweise folgende Umstände ein erhöhtes Risiko für eine Unterkühlung oder Kälteschäden bedeuten:

  • unzureichende oder feuchte Bekleidung
  • überlanger Aufenthalt im Wasser, etwa wenn jemand bei niedrigen Temperaturen durch einen Unfall ins Wasser stürzt oder – selbst im Sommer – zu lange im Schwimmbad ist
  • zu wenig aktive Bewegung in der Kälte
  • bewusstloses Liegen in der Kälte
  • alte Frostschäden
  • mangelnde Anpassung an veränderte Klimabedingungen, fehlendes Training und geringe Erfahrung (z.B. bei Bergsteigern)
  • individueller Körperzustand (zu wenige Fettpolster)
  • schlechter Allgemeinzustand (Ermüdung, Erschöpfung, Verletzungen)

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In vielen Fällen ist eine Hypothermie für Erfrierungen verantwortlich: Wenn ein Mensch längere Zeit niedrige Temperaturen aushalten muss und es zur Unterkühlung kommt (d.h. wenn die Körpertemperatur unter 36 Grad Celsius sinkt), kurbelt sein Körper nicht nur die Wärmeproduktion an, sondern vermindert auch die Wärmeabgabe. Dabei haben die Extremitäten wegen ihrer großen Oberfläche eine wichtige Funktion bei der Wärmeregulation: Der Kältereiz führt dazu, dass sich die dortigen Blutgefäße zusammenziehen (Vasokonstriktion), was die Blutzufuhr drosselt – das Blut versorgt dann in erster Linie den Körperstamm (sog. Kreislaufzentralisation).

Dieser Prozess ist ein wirksamer Selbstschutz für den Gesamtorganismus, wobei jedoch örtliche Erfrierungen in Kauf genommen werden. Dabei kann das vom Sauerstoffmangel betroffene Gewebe Schäden davontragen, die bis zum Zelltod reichen.

Aber nicht immer ist eine Hypothermie die Ursache für Erfrierungen: Körperstellen können auch erfrieren, indem sie sogenannte Kälteverbrennungen erleiden. Eine Kälteverbrennung entsteht durch einen plötzlichen, kurzen Kontakt mit extrem kalten Substanzen oder Gegenständen. Diese besondere Form der Erfrierung wirkt sich ähnlich aus wie eine echte Verbrennung.

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