Hypophysentumor: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Juni 2014)

Einen Hypophysentumor stellt der Arzt mit bildgebenden Verfahren fest. Ein Schnittbildverfahren – speziell eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes – ist gut geeignet, um einen Tumor der Hypophyse darzustellen.

Für die Untersuchung verabreicht der Arzt ein Kontrastmittel, um den Hypophysentumor im Bild vom gesunden Gewebe sicher abgrenzen zu können. Manchmal ist zusätzlich eine Computertomographie (CT) sinnvoll.

Auch verschiedene Blutuntersuchungenkönnen dabei helfen, einen Hypophysentumor festzustellen. Der ermittelte Hormonspiegel zeigt bei einem hormonaktiven Hypophysentumor, um welche Art von Tumor es sich handelt:

  • Prolaktinom: Dieser häufigste Hypophysentumor ist ein Hypophysenadenom, welches das Hormon Prolaktin bildet. Wenn der Prolaktin-Spiegel im Blut über 200 Nanogramm pro Milliliter liegt, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Prolaktinom vorliegt.
  • Wachstumshormonproduzierender Hypophysentumor:Den Gehalt an Wachstumshormonen im Blut zu messen, ist nicht ganz einfach: Da es über den Tag verteilt immer wieder freigesetzt wird, aber schnell wieder abgebaut wird, reicht eine einzelne Messung nicht aus. Stattdessen veranlasst der Arzt ein sogenanntes Tagesprofil, bei dem über den Tag verteilt zu unterschiedlichen Uhrzeiten immer wieder der Wert im Blut ermittelt wird.
  • ACTH-produzierender Hypophysentumor: Zur Diagnostik dieser Tumorart eignet sich der sogenannte Dexamethason-Hemmtest. Dabei verabreicht der Arzt ein künstliches Kortikoid wie Dexamethason, was normalerweise zu einer verminderten körpereigenen Bildung von Kortisol führt. Bei einem ACTH-produzierenden Hypophysentumor tritt diese hemmende Wirkung nicht auf.

Aufgrund der häufig durch einen Hypophysentumor ausgelösten Sehbeeinträchtigung ist es ratsam, auch die Sehschärfe und das Gesichtsfeld zu bestimmen sowie das Farbensehen und den Augenhintergrund zu untersuchen.


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