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Hypophysentumor: Diagnose

(Stand: 29. Oktober 2009)

Besteht ein Verdacht auf einen Hypophysentumor, sind zur Diagnose immer bildgebende Verfahren erforderlich. Ein Schnittbildverfahren – speziell eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfs – ist gut geeignet, um einen Hypophysentumor darzustellen. Für die Untersuchung verabreicht der Arzt ein Kontrastmittel – so ist der Hypophysentumor im Bild vom gesunden Gewebe sicher abzugrenzen. Bei einem größeren Hypophysentumor ist neben der Magnetresonanztomographie auch eine Computertomographie (CT) geeignet.

Wurde ein Hypophysentumor diagnostiziert, zeigt der bei Blutuntersuchungen ermittelte Hormonspiegel bei einem hormonaktiven Hypophysentumor, um welche Art von Tumor es sich handelt:

  • Prolaktinom: Wenn der Prolaktin-Spiegel im Blut Werte über 200 Nanogramm pro Milliliter aufweist, kann dieser Hypophysentumor vorliegen.
  • Wachstumshormonproduzierender Hypophysentumor: Ein HGH-Spiegel (Human-Growth-Hormon) im Blut von über fünf Nanogramm pro Milliliter ist krankhaft und deutet auf diesen Tumor hin.
  • ACTH-produzierender Hypophysentumor: Zur Diagnostik dieser Tumorart eignet sich der sogenannte Dexamethason-Hemmtest. Dabei verabreicht der Arzt ein künstliches Kortikoid wie Dexamethason, was normalerweise zu einer verminderten körpereigenen Bildung von Kortisol führt. Bei einem ACTH-produzierenden Hypophysentumor tritt diese Wirkung nicht auf.

Aufgrund der häufig durch einen Hypophysentumor ausgelösten Sehbeeinträchtigung ist es ratsam, bei der Diagnose die Sehschärfe und das Gesichtsfeld zu bestimmen sowie das Farbensehen und den Augenhintergrund zu untersuchen.

Weiterlesen: Hypophysentumor: Therapie

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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