Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsen­unterfunktion) : Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. März 2016)

Verlauf

Beim Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenunterfunktion) hängt der Verlauf in hohem Maß von einer sorgfältigen Behandlung ab: Durch die Unterfunktion der Nebenschilddrüse herrschen niedrige Calcium- und erhöhte Phosphatwerte im Blut, was man durch eine dauerhafte Einnahme entsprechender Medikamente behandeln kann. Dies verhindert mögliche negative Auswirkungen der veränderten Elektrolytspiegel.

Komplikationen

Ergeben sich durch den Hypoparathyreoidismus Komplikationen, sind sie überwiegend die Folge einer nicht optimalen Behandlung: Wer die Medikamente gegen die Nebenschilddrüsenunterfunktion nur unregelmäßig oder in zu geringer Dosierung einnimmt, riskiert, dass sich im Lauf der Zeit epileptische Anfälle sowie ein grauer Star entwickeln.

Andererseits können sich bei einem Hypoparathyreoidismus auch durch eine Überdosierung der Medikamente Komplikationen ergeben: Dies kann den Calciumspiegel zu sehr anheben, wodurch das Risiko für ein sogenanntes Hyperkalzämie-Syndrom bis hin zu einem hyperkalzämischen Koma steigt. Daher ist es wichtig, dass Menschen mit einer Nebenschilddrüsenunterfunktion immer einen Notfallausweis bei sich tragen und über die Anzeichen des Hyperkalzämie-Syndroms aufgeklärt sind.

Vorbeugen

Einem Hypoparathyreoidismus können nur Ärzte vorbeugen, indem sie bei jeder Operation an der Schilddrüse äußerst vorsichtig arbeiten. Wenn Sie schon eine Nebenschilddrüsenunterfunktion haben, ist es wichtig, dass Sie die verordnete Behandlung genau einhalten: Wenn Sie die Medikamente, die Ihren Calcium- und Phosphatspiegel im Blut normalisieren sollen, regelmäßig dauerhaft einnehmen, können Sie Krampfanfälle mit hoher Wahrscheinlichkeit wirksam verhindern.


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