Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsen­unterfunktion) : Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. März 2016)

Gegen einen Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenunterfunktion) können Medikamente helfen. Das Ziel der Therapie besteht darin, die Folgen der Unterfunktion auf den Calcium- und Phosphatspiegel im Blut zu beheben: Die Nebenschilddrüse stellt bei einer Unterfunktion zu wenig oder gar kein Nebenschilddrüsenhormon (sog. Parathormon) mehr her. Durch den im Körper herrschenden Parathormonmangel sinken die Calciumwerte (sog. Hypokalzämie), während sich die Phosphatwerte erhöhen (sog. Hyperphosphatämie).

Wenn Sie gegen den Hypoparathyreoidismus dauerhaft Colecalciferol (Vitamin D) oder Calcitriol (Vitamin-D-Analogon) und zusätzlich etwa 1 bis 2 Gramm Calcium pro Tag aufnehmen, gleichen Sie Ihren Calciummangel aus und senken gleichzeitig den erhöhten Phosphatspiegel auf normale Werte: So normalisieren Sie den Calciumspiegel. Da ein enger Zusammenhang zwischen Calciumhaushalt und Phosphathaushalt im Körper besteht, normalisiert sich durch diese Behandlung gleichzeitig Ihr Phosphatspiegel. Nur in Einzelfällen ist es bei einer Nebenschilddrüsenunterfunktion nötig, zusätzlich phosphatbindende Mittel einzunehmen.

Gegen die Muskelkrämpfe, die beim Hypoparathyreoidismus auftreten können, ist eine sofortige Therapie mit Calciumgluconat hilfreich: Wenn Sie das Mittel als Lösung in eine Vene (intravenös) gespritzt bekommen, stoppt das die Krämpfe schnell.


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