Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsen­unterfunktion) : Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. März 2016)

Typische Symptome für einen Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenunterfunktion) sind Krämpfe der Muskulatur: Diese sogenannte Tetanie entsteht durch den Calciummangel, der bei einer Unterfunktion der Nebenschilddrüse herrscht. Überwiegend von den Krämpfen betroffen sind die Gesichtsmuskeln sowie die Muskulatur der Arme und Beine.

Ein typischer tetanischer Anfall läuft beim Hypoparathyreoidismus wie folgt ab:

  • Erste Symptome sind meist Empfindungsstörungen – wie etwa ein Kribbeln in Unterarmen, Händen und in der Mundregion.
  • Im weiteren Verlauf entwickeln sich Muskelkrämpfe mit einer typischen Pfötchenstellung der Hände und – wenn die Unterschenkel und Füße beteiligt sind – einer Spitzfußstellung;
  • durch eine Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur entsteht zudem die typische Fischmaulstellung.

Je nachdem, welche Muskeln noch betroffen sind, kann ein Krampfanfall beim Hypoparathyreoidismus weitere Symptome auslösen:

  • Wenn die Muskulatur der inneren Organe (wie Darm oder Harnblase) krampft, können zum Beispiel Durchfälle und vermehrter Harndrang auftreten.
  • Krämpfe der Atemmuskulatur führen zu Atemnot.

Tetanische Anfälle im Rahmen eines Hypoparathyreoidismus können wenige Minuten dauern, die Symptome können aber auch viele Stunden anhalten. Die einzige Möglichkeit, die Krampfanfälle zu beenden, besteht darin, Calcium in eine Vene zu spritzen.

Oft verursacht ein Hypoparathyreoidismus kaum weitere Symptome. Wenn die Unterfunktion der Nebenschilddrüsen länger besteht, können sich zusätzlich zur Tetanie epileptische Anfälle sowie Veränderungen der Haut, Haare, Fingernägel und Augenlinsen (grauer Star) entwickeln. Mögliche Begleiterscheinungen der Nebenschilddrüsenunterfunktion sind außerdem:


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