Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsen­unterfunktion) : Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. März 2016)

Die Diagnose eines Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenunterfunktion) kann der Arzt zweifelsfrei stellen, wenn die Kombination der folgenden Anzeichen vorliegt:

  1. niedriger Calciumspiegel im Blut (sog. Hypokalzämie )
  2. erhöhter Phosphatspiegel im Blut (sog. Hyperphosphatämie)
  3. erniedrigter bzw. nicht nachweisbarer Nebenschilddrüsenhormonspiegel (Parathormonspiegel)

Um den Hypoparathyreoidismus zu diagnostizieren, reicht also eine Blutuntersuchung aus. Zusätzlich kann der Arzt prüfen, ob eine Bereitschaft für Krampfanfälle vorliegt: Krämpfe der Muskulatur können leicht durch den Calciummangel entstehen, der typisch für die Nebenschilddrüsenunterfunktion ist. Für diese Prüfung sind beispielsweise folgende Methoden zur Untersuchung der Funktionsfähigkeit des Nervensystems geeignet:

  • Chvostek-Zeichen: Kann man durch Beklopfen des Gesichtsnervs vor dem Ohr Zuckungen der Gesichtsmuskulatur auslösen, ist dies ein Anzeichen für einen Hypoparathyreoidismus.
  • Trousseau-Zeichen: Wenn die Hand infolge einer Stauung am Oberarm – etwa mit einer Blutdruckmanschette – eine Pfötchenstellung einnimmt, weist dies ebenfalls auf eine Unterfunktion der Nebenschilddrüse hin.

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