|
Sie befinden sich hier:
Startseite > Krankheiten > Hypochondrie > Therapie
HypochondrieHypochondrie: TherapieStand: 27. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer Hypochondrie sind zur Therapie psychotherapeutische Maßnahmen empfehlenswert. Aufgrund der Überzeugung, schwer körperlich erkrankt zu sein, begeben sich Menschen mit einer Hypochondrie jedoch nur selten oder erst nach einem langen Krankheitsverlauf in psychotherapeutische Behandlung. Häufig wenden sie sich zunächst an ihren Hausarzt oder Internisten. Für Letztere ist die Therapie bei einer Hypochondrie häufig ein Balanceakt: Oft erkennen die Behandelnden recht schnell, dass die Beschwerden der Betroffenen keinen Krankheitswert haben; die Betroffenen zweifeln diesen Befund jedoch an und fordern weitere Untersuchungen. Es ist daher wichtig zu beachten, dass hypochondrische Menschen tatsächlich leiden – wenn auch nicht körperlich, so doch an einer psychischen Erkrankung. Deshalb ist eine Psychotherapie sinnvoll. PsychotherapieDie gegen eine Hypochondrie eingesetzte Therapie soll es den Betroffenen ermöglichen, mit dem Leiden umzugehen. Bei der Psychotherapie können zum Beispiel Entspannungsverfahren wie autogenes Training für Hypochonder eine Hilfe sein. Außerdem zielt bei der Hypochondrie die psychotherapeutische Behandlung darauf ab, den Zusammenhang zwischen Stress und körperlichem Befinden zu verdeutlichen. Im Laufe der Psychotherapie erarbeiten Betroffene und Therapeuten, wann sich die Symptomatik verändert und mit welchen Situationen (z.B. Konflikte in der Familie oder eine hohe Arbeitsbelastung) diese Veränderungen in Verbindung stehen könnten. Die Betroffenen erfahren anhand des Erklärungsmodells für Hypochondrie, wie ihre ängstliche Selbstbeobachtung die Symptomatik steigert. Die Psychotherapie beschäftigt sich auch mit der Neigung der Hypochonder, Ereignisse eher negativ wahrzunehmen, und versucht ihnen zu helfen, positivere Denkmuster zu entwickeln. Sind die Menschen aus dem Umfeld der Betroffenen stark in die Krankheit eingebunden, ist es hilfreich, bei der Therapie mit ihnen zusammenzuarbeiten und ihnen zu verdeutlichen, dass sie durch eine zu starke Unterstützung und Schonung langfristig die Hypochondrie begünstigen. Bestehen neben den Anzeichen der Hypochondrie zusätzlich psychische Auffälligkeiten wie Angst und Depression, kann neben dieser Psychotherapie eine psychopharmakologische Therapie mit Antidepressiva sinnvoll sein. Weiterlesen: Hypochondrie: Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
Psychische ErkrankungenErfahren Sie im Überblick mehr über psychische Erkrankungen wie Ängste, Zwänge und somatoforme Störungen. mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |