Hyperpara­thyreoidismus (Nebenschilddrüsen­überfunktion): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2015)

Wird ein primärer Hyperparathyreoidismus rechtzeitig entdeckt und durch eine Operation behandelt, nimmt die Nebenschilddrüsenüberfunktion in der Regel einen guten Verlauf. Wenn keine anderen Erkrankungen vorliegen (wie Niereninsuffizienz), verschwinden die Beschwerden nach der Operation in der Regel vollständig.

Bei sekundärem Hyperparathyreoidismus hängen Verlauf und Prognose von der Grunderkrankung ab.

Komplikationen

Im Verlauf eines primären Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion) können verschiedene Komplikationen auftreten. So kann es durch Nierensteine zu Nierenkoliken kommen. Diese äußern sich durch:

Die sogenannte hyperkalzämische Krise gehört bei primärem Hyperparathyreoidismus ebenfalls zu den ernstzunehmenden Komplikationen: Die Nieren stellen ihre Funktion ein und die Betroffenen fallen ins Koma. In diesem Fall muss die Nebenschilddrüse sofort vollständig entfernt werden. Bei einer angemessenen Therapie überleben etwa 50 Prozent der Patienten.

Ist es notwendig, die Nebenschilddrüsen komplett zu entfernen, besteht das Risiko einer Nebenschilddrüsenunterfunktion (Hypoparathyreoidismus), die schwere Krämpfe (Tetanie) auslösen kann. Während der Operation besteht außerdem die Möglichkeit, dass der Chirurg versehentlich die Stimmbandnerven verletzt.


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