Startseite > Krankheiten > Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion) > Verlauf
Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Prognose des operativ behandelten primären Hyperparathyreoidismus ist gut. Wenn keine anderen Erkrankungen vorliegen (wie Niereninsuffizienz), verschwinden die Beschwerden nach der Operation in der Regel vollständig.
Im Verlauf eines primären Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion) kann es durch Nierensteine zu Nierenkoliken kommen. Diese äußern sich durch Oberbauchbeschwerden, Harnweginfekten und Rückenschmerzen.
Eine ernstzunehmende Komplikation des primären Hyperparathyreoidismus stellt die sogenannte hyperkalzämische Krise dar: Die Nieren stellen ihre Funktion ein und die Betroffenen fallen ins Koma. In diesem Fall muss die Nebenschilddrüse sofort vollständig entfernt werden. Bei einer angemessenen Therapie überleben etwa 50 Prozent der Patienten.
Ist es notwendig, die Nebenschilddrüsen komplett zu entfernen, besteht das Risiko einer Nebenschilddrüsen-Unterfunktion (Hypoparathyreoidismus), die schwere Krämpfe (Tetanie) auslösen kann. Während der Operation besteht außerdem die Gefahr, dass der Chirurg versehentlich die Stimmbandnerven verletzt.
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