Hyperpara­thyreoidismus (Nebenschilddrüsen­überfunktion): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2015)

Die Hyperparathyreoidismus-Therapie (Nebenschilddrüsenüberfunktion-Therapie) hat das Ziel, den Calciumspiegel im Blut wieder zu normalisieren.

Bei einemprimären Hyperparathyreoidismus besteht die Therapie häufig aus einer Operation. Dabei entfernt ein Chirurg die Nebenschilddrüse beziehungsweise die betroffenen Epithelkörperchen.

Sind alle vier Nebenschilddrüsen vergrößert, entnimmt der Arzt das gesamte Organ. Anschließend verpflanzt er Teile der Nebenschilddrüse an eine andere Stelle im Körper, meist im Bereich des Oberarms. So lässt sich wirkungsvoll einem Hormonmangel vorbeugen.

Ist bei einem Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion) keine Operation als Therapie nötig oder möglich, kommt die sogenannte konservative Therapie zum Einsatz. Dazu gehört in erster Linie viel zu trinken sowie die Einnahme von Vitamin D. Bei Frauen nach der Menopause (letzte Regelblutung), helfen Bisphosphonate, einer vermehrten Knochenbrüchigkeit (Osteoporose) vorzubeugen. Unter Umständen ist eine Behandlung mit dem Wirkstoff Cinacalcet nötig, um die Beschwerden einer Nebenschilddrüsenüberfunktion in den Griff zu bekommen. Das Mittel erhöht die Empfindlichkeit der Andockstellen (Rezeptoren) für Calcium. Dadurch erhält die Nebenschilddrüse das Signal, das genügend Calcium vorhanden ist und schüttet in der Folge weniger Parathormon aus.

Bei einer sekundären Nebenschilddrüsenüberfunktion behandelt der Arzt die Grunderkrankung.


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