Startseite > Krankheiten > Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion) > Symptome
Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Organveränderungen bei der primären Nebenschilddrüsenüberfunktion können Niere, Knochen und Magen betreffen.
Es können sowohl vermehrt einzelne Nierensteine auftreten als auch eine über die gesamte Niere verstreute körnige Verkalkung (diffuse Nephrokalzinose).
Das überschüssige Parathormon führt dazu, dass sich die knochenabbauenden Zellen, die sogenannten Osteoklasten, vermehren und den Knochen immer weiter abbauen. Sind die Knochen durch einen Hyperparathyreoidismus angegriffen, treten teilweise auch Gliederschmerzen und Schmerzen an der Wirbelsäule auf.
Bei fortgeschrittenem Hyperparathyreoidismus können sich sogenannte Osteoklastome oder "braune Tumoren" bilden. Diese kommen heute aber nur noch selten vor. Es besteht eine erhöhte Gefahr für spontane (ohne äußere Einwirkung) Knochenbrüche.
Etwa bei jedem zweiten Betroffenen mit einem primären Hyperparathyreoidismus treten Magen-Darm-Beschwerden auf, zum Beispiel Appetitlosigkeit, Übelkeit und seltener auch Magengeschwüre. Experten führen diese unter anderem auf eine gesteigerte Säureproduktion infolge der hohen Kalziumkonzentration im Blut zurück.
Bei der Nebenschilddrüsenüberfunktion bilden sich häufig auch Steine in der Bauchspeicheldrüse und gelegentlich auch in der Gallenblase. Gallensteine sind etwa doppelt so häufig wie bei Gesunden. Dadurch tritt bei etwa 1 von 10 Betroffenen eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) auf.
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