Hyperlipidämie Typ III: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. April 2015)

Bei einer Hyperlipidämie (bzw. Hyperlipoproteinämie) Typ III hat die Therapie zum Ziel, die erhöhten Blutfettwerte – das Cholesterin und die Triglyceridwerte – zu senken.

Der erste Behandlungsschritt besteht darin, die Ernährung entsprechend umzustellen. Wichtig ist dabei vor allem die richtige Auswahl von Fetten: Wenn Sie eine Hyperlipidämie Typ III haben, empfiehlt es sich, dass Sie weitgehend auf gesättigte, tierische Fette – wie in Wurst, Käse und Fertiggerichten – verzichten und stattdessen ungesättigte, pflanzliche Fette bevorzugen. Außerdem ist es bei einer Hyperlipoproteinämie sinnvoll, reichlich Ballaststoffe aufzunehmen und den Alkoholkonsum einzuschränken.

Durch regelmäßige Bewegung können Sie Ihre Cholesterinwerte zusätzlich senken. Außerdem helfen eine gesunde Ernährung und Sport, Ihr Normalgewicht zu erreichen beziehungsweise zu halten – dies kann sich bei einer Hyperlipidämie Typ III ebenfalls positiv auf Ihre Blutfettwerte auswirken.

Begünstigt eine Grunderkrankung wie Diabetes mellitus oder eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) Ihre Hyperlipidämie Typ III, ist es wichtig, dass Sie diese behandeln lassen und an die Einnahme der entsprechenden Medikamente denken.

Zusätzlich kann der Arzt Ihnen Medikamente verschreiben, um Ihre Blutfettwerte zu senken. Bei einer Hyperlipidämie Typ III eignen sich dazu Statine – zum Beispiel die Wirkstoffe Atorvastatin oder Rosuvastatin: Diese Mittel senken den LDL- und IDL-Spiegel im Blut und schützen die Blutgefäße vor Arteriosklerose.

Weitere Medikamente, die die Blutfettwerte bei einer Hyperlipidämie Typ III senken können, sind zum Beispiel:

  • Gallensäurebinder (Anionenaustauscherharze)
  • Fibrate (Clofibrinsäurederivate)
  • Nikotinsäure
  • Cholesterin-Absorptionshemmer (Ezetimib)

Da Statine den Cholesterinspiegel sehr gut senken, kommen diese alternativen Medikamente aber relativ selten gegen eine Hyperlipidämie Typ III zum Einsatz. Meist verschreiben Ärzte sie in Kombination mit Statinen.


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