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Hypercholesterinämie: Symptome

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (29. Dezember 2013)

Bis eine Hypercholesterinämie Symptome verursacht, kann einige Zeit vergehen: Ein zu hoher Cholesterinwert an sich macht sich nicht durch Beschwerden bemerkbar – nur eine Blutuntersuchung kann zeigen, ob das Cholesterin zu hoch ist. Wie stark erhöht der Cholesterinspiegel ist, hängt dabei in erster Linie von der Form der Lipidstoffwechselstörung ab: So verursacht zum Beispiel die sehr häufige polygene Hypercholesterinämie weniger hohe Cholesterinwerte als rein erblich bedingte Formen.

Mit der Zeit können sich als sichtbare Hypercholesterinämie-Symptome in der Haut im Bereich der Augenlider gelbliche, leicht erhabene Lipid- beziehungsweise Cholesterineinlagerungen (sog. Xanthelasmen) bilden: Diese Anzeichen können schon bei nur leicht erhöhtem Cholesterinspiegel auftreten und bilden sich meist wieder zurück, wenn die Cholesterinwerte sinken. Allerdings haben auch manche Menschen ohne Lipidstoffwechselstörungen solche Veränderungen.

Ebenfalls durch Lipidablagerungen kann bei der Hypercholesterinämie als weiteres Symptom eine ringförmige, weiße Trübung am Rand der Hornhaut des Auges (sog. Arcus lipoides corneae) entstehen. Diese Trübung tritt jedoch auch unabhängig von Störungen des Fettstoffwechsel im Alter auf.

Typischere Hypercholesterinämie-Symptome sind orange-gelbe, knotige Fettablagerungen (sog. Xanthome), die oberflächlich in der Haut an Armen, Beinen, Gesäß und Händen entstehen können. Teils bilden sich diese Veränderungen – ebenso wie die Xanthelasmen – bei Normalisierung der Cholesterinwerte wieder zurück.

Ein jahrelang zu hoher Cholesterinspiegel führt neben den von außen sichtbaren Veränderungen auch an den Gefäßwänden zu Ablagerungen. Diese sogenannte Arterienverkalkung oder Arteriosklerose erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Infolge der arteriosklerotischen Gefäßveränderungen kann eine Hypercholesterinämie beispielsweise folgende Symptome verursachen:

Wann eine Hypercholesterinämie erste Symptome verursacht, hängt von ihrem Ausmaß und somit von der Form der Stoffwechselstörung ab: Je höher die Cholesterinwerte, desto schneller zeigen sich die Folgen. So wirkt sich die häufige polygene Hypercholesterinämie deutlich später aus als die seltenen, rein erblich bedingten Formen. Bei der sehr seltenen homozygoten (d.h. von beiden Eltern vererbten) Form der familiären Hypercholesterinämie, die nur 1 von 1 Million Menschen betrifft, bilden sich Xanthome schon in den ersten Lebensjahren oder sogar vor der Geburt. Das Risiko, bereits im Alter vor etwa 40 Jahren eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln, ist dann besonders hoch: Die homozygote familiäre Hypercholesterinämie verursacht meist schon im Kindes- und jungen Erwachsenenalter Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund der Arterienverkalkung, etwa Herzinfarkte. Da sich die Stoffwechselstörung relativ schlecht behandeln lässt, haben die meisten Betroffenen eine deutlich verringerte Lebenswerwartung als gesunde Menschen.






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