Hydrozele (Wasserbruch): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Mai 2015)

Der Begriff Hydrozele oder Wasserbruch bezeichnet eine Ansammlung von Flüssigkeit im Hodensack (Skrotum). Diese gutartige Veränderung am Hoden ist meist nicht schmerzhaft.

Die Hydrozele kann auf den Hoden (lat. testis) beschränkt sein – dann liegt eine sogenannte Hydrocele testis vor. Daneben kann gleichzeitig (oder ausschließlich) ein Wasserbruch am Samenstrang (lat. Funiculus spermaticus) bestehen, was fachsprachlich Hydrocele funiculi spermatici heißt. Tritt der Wasserbuch im Hoden aufgrund einer Verbindung zur Bauchhöhle auf, sprechen Mediziner auch von einer Hydrocele communicans.

Die Hydrozele kann primär angeboren sein oder sekundär aufgrund verschiedener Ursachen im Lauf des Lebens entstehen. Die primäre Hydrozele tritt ein- oder beidseitig auf und verschwindet meist ohne Behandlung von selbst (spontan) in den ersten Lebensmonaten. Diese angeborene Wasseransammlung im Hoden ist kein seltenes Ereignis: Etwa ein bis sieben Prozent der männlichen Kinder weisen schon bei der Geburt einen Wasserbruch auf.

Der akute Wasserbruch ist eine Sonderform der Hydrozele. Diese Form äußert sich durch starke Schmerzen und entsteht in der Regel durch:

  • ein Trauma,
  • eine Infektion oder
  • eine Einblutung.

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