Humeruskopffraktur (Oberarmkopfbruch)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Juni 2015)

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Eine Humeruskopffraktur – also ein Bruch am oberen Ende des Oberarmknochens (Humerus) – entsteht meist durch Stürze auf die Hand, den Ellenbogen oder die Schulter: Dann kann der Oberarmkopf an mehreren Stellen in unterschiedlich viele Bruchstücke zerspringen.

Der Oberarmkopfbruch ist eine sogenannte proximale Humerusfraktur: Das bedeutet, der Bruch befindet sich an dem Teil des Oberarmknochens, der nahe zum Körper hin (= proximal) liegt – also am schulternahen Ende des Oberarmknochens. Zu den proximalen Humerusfrakturen zählen neben der Humeruskopffraktur auch Brüche direkt unterhalb des Oberarmkopfs – die sogenannte subkapitale Humerusfraktur. Zusammen machen die proximalen Humerusfrakturen etwa 5 von 100 Knochenbrüchen aus. Im höheren Alter sind sie besonders häufig, denn: Ältere Menschen haben oft ein höheres Sturzrisiko und die Knochen sind weniger stabil (z.B. durch Osteoporose). Bei jüngeren Patienten kommt eine Oberarmkopfbruch meist durch Sport- oder Verkehrsunfälle zustande.

Typische Symptome einer Humeruskopffraktur sind:

  • Schulterschmerzen
  • schmerzbedingte Bewegungseinschränkung in der Schulter
  • Schwellung im Bereich über dem Oberarmkopf
  • Druckschmerz
  • Bluterguss (Hämatom) in der Achselgegend, der sich seitlich am Brustkorb und an der Innenseite des Arms ausbreitet
  • typische Schonhaltung, bei der die Betroffenen den jeweiligen Arm eng am Brustkorb halten und mit dem anderen Arm stützen

Zur Diagnose einer Humeruskopffraktur sind Röntgenaufnahmen erforderlich, um festzustellen, ob und wie die Bruchstücke verschoben und eingestaucht sind. Zusätzliche Informationen kann eine Computertomographie (CT) liefern. Diese Untersuchungen ermöglichen es, das genaue Ausmaß der Fraktur – zum Beispiel die Anzahl der Bruchstücke und den Grad ihrer Verschiebung – einzuschätzen. Das ist wichtig, da vor allem das Ausmaß der Verletzung die geeignete Therapie bestimmt:

Häufig kann man Humeruskopffrakturen ohne Operation behandeln. Stark verschobene und instabile Bruchstücke machen jedoch eine Operation notwendig. Meist heilt ein Oberarmkopfbruch gut. Um die größtmögliche Chance zu erzielen, die Funktion des verletzten Arms vollständig wiederherzustellen, ist jedoch eine konsequente Nachbehandlung mit Physiotherapie wichtig: Es kann bis zu zwölf Monate dauern, bis der Arm wieder wie gewünscht bewegungsfähig ist.


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