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Humeruskopffraktur (Oberarmkopffraktur)

Humeruskopffraktur (Oberarmkopffraktur): Diagnose

Stand: 30. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Humeruskopffraktur (Oberarmkopffraktur) reichen zur Diagnose eine Beschreibung des Unfallhergangs und der typischen Beschwerden meist aus: In der Mehrzahl der Fälle ist ein Oberarmkopfbruch die Folge eines Sturzes auf die Hand, auf den ausgesteckten Arm oder auf die Schulter.

Der Oberarmkopf kann bei einer Oberarmkopffraktur an unterschiedlichen Stellen in zahlreiche Bruchstücke (Fragmente) zerspringen. Daher ist es wichtig, bei der Diagnose festzustellen, wie kompliziert die vorliegende Bruchverletzung ist: Nur so kann der Arzt die richtige Behandlung festlegen. Wie schwer die Humeruskopffraktur ist, lässt sich beispielsweise nach Neer anhand der Anzahl der Bruchstücke und ihrer Verschiebung beurteilen:

  • Bei einer Humeruskopffraktur vom Typ I nach Neer sind die Bruchteile (egal wie viele) nicht verschoben.
  • Die Oberarmkopffraktur vom Typ II ist ein verschobener Zweifragmentbruch im sogenannten anatomischen Hals (Collum anatomicum) unterhalb des Oberarmkopfs.
  • Die Humeruskopffraktur vom Typ III ist ein verschobener Zweifragmentbruch im sogenannten chirurgischen Hals (Collum chirurgicum).
  • Der Oberarmkopfbruch vom Typ IV ist ein verschobener Zwei-, Drei- oder Vierfragmentbruch mit Beteiligung des größeren der beiden Knochenvorsprünge seitlich des Oberarmkopfs (Tuberculum majus)
  • Die Humeruskopffraktur vom Typ V ist ein verschobener Zwei-, Drei- oder Vierfragmentbruch mit Beteiligung des kleineren Knochenvorsprungs seitlich des Oberarmkopfs (Tuberculum minus).
  • Die Oberarmkopffraktur vom Typ VI ist eine sogenannte Luxationsfraktur, da gleichzeitig eine Ausrenkung (Luxation) des Schultergelenks vorliegt.

Um das Ausmaß der Humeruskopffraktur zu beurteilen, sind zur Diagnose Röntgenaufnahmen und eine Computertomographie (CT) geeignet. Zusätzlich kann eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) erfolgen, um mögliche neben der Oberarmkopffraktur bestehende Weichteilverletzungen zu beurteilen.

Weiterlesen: Humeruskopffraktur (Oberarmkopffraktur): Therapie

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